Green Motor | Viel Luft nach oben: Infineon will Geschäft mit Chips für E-Autos verzehnfachen

BMW i3

Chiphersteller Infineon setzt auf einen Durchbruch der Elektro-Mobilität, um sein Geschäft mit E-Autos bis 2020 zu verzehnfachen. Derzeit sorgten diese Fahrzeuge nur für ein Zehntel des Umsatzes, den Infineon mit Chips für Verbrennungsmotoren mache, sagte der Chef der Autochipsparte, Jochen Hanebeck, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. „Je nachdem wie schnell sich die E-Mobilität durchsetzt, könnten beide Geschäfte bis zum Ende des Jahrzehnts das gleiche Volumen haben.“

Mit konventionellen Antrieben mache Infineon etwa ein Drittel des Sparten-Umsatzes von zuletzt 1,72 Milliarden Euro, sagte Hanebeck. Dagegen bringe das Geschäft mit E-Autos erst einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Wie viel Luft nach oben ist, zeigt das Extrembeispiel des elektrischen BMW i3 (siehe Bild oben): In jedem Modell stecken laut Hanebeck Infineon-Produkte für mehrere hundert Euro. Im Schnitt aller 2013 gebauten Wagen waren es nur rund 20 Euro. Allerdings hat Infineon nicht bei jedem E-Auto so hohe Anteile wie beim i3.

Doch der Trend ist eindeutig: Über alle Segmente hinweg steckten in einem Wagen mit Verbrennungsmotor Halbleiter für 340 US-Dollar, sagte Hanebeck. Bei einem Elektro-Auto sei es fast doppelt so viel. „E-Mobilität ist also ein hochinteressantes Geschäft für uns“, sagte der Manager. Dabei sei es für Infineon egal, ob der Strom aus einer Batterie oder Brennstoffzelle komme.

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