[Green Motor] Hohoho, wir marschieren Car to go (ohne Smart Electric Drive)

Januar 2, 2013 | Author: MotorBlog.de | am

Filed Under: MotorNews, Green

http://photos.techfieber.de/wp-content/gallery/carsharing-car2go-smart-electric-drive-in-stuttgart/car2go-stuttgart-smart-electric-carsharing_0495.jpg

Da! Da steht einer! Kein Weihnachtsmann, nein, ein Smart. Weiß. Er hängt an der Strippe, ein Elektrosmart. Ein car2go-Smart! Es gibt sie tatsächlich. Ich bin daheim losgelaufen, in Stuttgart-Gablenberg, bei der Alten Schule, keine fünf Minuten Fußweg, und er steht da. Der Smart. Er wird geladen.

Und! Und! Und! Noch zwei! Ich glaub’s ja nicht, noch zwei! Ich beschließe, einen Probegang zu machen. Sonst unternehmen Autoblogger Probefahrten. Wir sind anders, wir laufen, wenn es sein muss, im Dienste des Lesers.

Weiter trabe ich Richtung Innenstadt. An mir fährt ein Smart vorbei. Noch einer. Der dritte müsste ein elekt… Nein, es ist auch ein Benziner. Dafür quert ein Stadtmobil, ein Carsharer. Ein roter Kombi. Wohl unterwegs zu Weihnachtseinkäufen, vielleicht einen Christbaum kaufen.

Da frage ich mich, wie ich das mit dem Leihsmart machen wollte? Der ist nur ein kleiner ForTwo. Einen Kombi auszuborgen, ist schlauer Mal sehen, wie viele Elektrosmart im Parkhaus stehen. Um genau zu sein: Keiner. Sowieso schwächelt die Innenstadt. Kein einziger 2go in Sicht. Ernüchterung macht sich breit.

Das gibt Raum und Zeit für Gedanken. An die Ladesäule hat die EnBW ihr Logo geklebt. Der Atomkonzern. Atom wollen wir nicht. Aber hier müssen wir wohl oder übel Kompromisse schließen. Das fällt leichter, weil die Firma ja zum Teil dem Land gehört, also Grün-Rot. Die werden die Firma schon auf öko trimmen.

Es müssen zudem nicht für alle Ewigkeit Smart geteilt werden, also Daimler. Vielleicht bauen die Grünen irgendwann Autos. Das Selbe in grün, sozusagen.
Nun bin ich auf dem Schlossplatz angekommen. Nach 20 Minuten Marsch. Der Halbzeitpfiff. Fußballer würden sagen: Gablenberg: 3. Innenstadt: Null. Solch einen Zwischenstand kennt der VfB. Kann passieren. Das besagt noch nichts.

Erstmal Erholung: Dort gibt es to go. Einen warmen Kaffee. Nicht 4two, sondern Grande. Vanilla flavour.

Die zweite Halbzeit wird angepfiffen. Der Heimmarsch. Das Spiel plätschert vor sich hin. 300 Smart für 600.000 Einwohner, das ist zugegebenermaßen wenig. Plötzlich passiert das Unmögliche: Ein electric Smart steht nicht mehr dort, wo ich ihn gesehen hatte. Er ist weg. Es steht nur noch 2:0! Was, wenn der fehlende Wagen in die Stadt gefahren ist? Dann stünde es 2:1. So etwas Irrsinniges bekäme nicht mal der VfB hin.

Keine weiteren Vorkommnisse bis nach Gablenberg. 2:1. Aus, aus, aus. Das Spiel ist aus. (Ich verschweige hier, dass ich noch zwei Elektrische gesehen habe, allerdings auf einem Umweg heimwärts. Die zu zählen, wäre unfair. Es war schon abgepfiffen.)

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