[Testfahrt] Mit dem neuen Audi A3 Sportback durch Monaco (Video)

November 26, 2012 | Author: Jochen Siegle

Filed Under: MotorNews, VIDEOS

[Testfahrt] Mit dem neuen Audi A3 Sportback durch Monaco

Die gute Nachricht vorab: Der neue A3 Sportback ist ein schniekes und klasse zu handhabendes Kompakt-Wägelchen, dessen Fahreigenschaften an Autos erinnern, die eigentlich eine Kategorie höher angesiedelt sind – zumindest die drei von uns getesteten Modelle.

Die schlechte Nachricht: Der neue A3 Sportback, seines Zeichens schließlich Verteter der besonders populären und ökonomischen „Golf“-Klasse, ist ziemlich teuer.

[Testfahrt] Mit dem neuen Audi A3 Sportback durch Monaco

Nun aber erst mal der Reihe nach. Die Geschichte beginnt 1999, mit dem ersten A3, wie wir vergangenes Wochenende detailliert bei einem Presse- und Testfahr-Event in Monte Carlo erfahren konnten (Discloser: organisiert und finanziert hat diesen Trip Hersteller Audi). Der A3 sollte einer der populärsten Audis aller Zeiten werden.

Im Sommer 2012 erblickte die neue A3-Generation das Licht der Welt – zunächst als Dreitürer. Jetzt folgt der Fünftürer, namentlich „Sportback“, wobei sich mir nicht ganz erschließen mag, warum ausgerechnet die praktischere und (klein-)familienkompatible 5-Türer-Version als „Sportrücken“ bezeichnet wird.

[Testfahrt] Mit dem neuen Audi A3 Sportback durch Monaco

Sei’s drum, die Marketing-Strategen aus Ingolstadt scheinen sehr wohl zu wissen, was sie tun. Denn bei der aktuellen, ergo auslaufenden A3-Generation hat sich gut ein Drittel der A3-Käufer bis dato für die fünftürige Karosserie-Variante entschieden.

Mehr Platz als Vorgänger
Der neue A3 Sportback ist mit seinen fünf Türen nicht nur größer, sondern auch länger (Gesamtlänge plus 7 cm, Radstand plus 3,5 cm) und hat damit mehr Platz im Kofferraum (fasst maximal 380 Liter; durch Umklappen der Rücksitzlehne rund 1200 Liter) sowie im Heck, wovon hinten sitzende Erwachsene von mehr Kopfraum profitieren können. Und auch der Einstieg über die Fond-Türen funktioniert im Gegensatz zum 3-Tür-Modell ohne größere Verrenkungen.

Dennoch ist der Wagen trotz der neuen Dimensionen und schier unzähliger neuer Features kaum schwerer als der Ur-A3 von 1999 (zumindest was die Version A3 Sportback als 1,4 TFSI betrifft), wie die Audi-Manager versichern.

An Motorisierungs-Varianten stehen zunächst zwei Benziner und zwei Diesel zur Auswahl. Der kleine, also der 1,6-l-Diesel leistet 105 PS, der 2,0 TDI kommt auf 150 PS.  Bei den Benzinern kommt der Sportback zunächst als  1,4 TFSI mit 122 PS und dem 1,8 TFSI mit 180 PS. Ab kommendem Sommer soll es weitere Motor-Varianten geben – auch ein Erdgas- und Hybrid-Modell sind laut Hersteller in der Pipeline.

[Testfahrt] Mit dem neuen Audi A3 Sportback durch Monaco

Detailverliebtes Design
Ein Audi wäre kein Audi ohne ausgeklügeltes Design bis in kleinste Details. Sofort ins Auge sticht bei der XL-Version des neuen A3 Sportback etwa die sanfte Linienführung, das markante LED-Licht-Design und der ebenso nobel designte wie durchdachte Innenraum.

Hier wartet Audi ja schon seit langem mit coolen Design-Details und Features auf: den klickenden Metall-Rädchen zur Bedienung der Lüftungsdüsen etwa, oder dem silbernen Schaltknauf (leider nur bei den Schalt- und nicht bei den Automatik-Versionen) der aus dem Audi-Supersportwagen R8 übernommen wurde. Innovativ auch die LED-Beleuchtung im Innen- und insbesondere im Laderaum, die ordentlich Licht in das tagtägliche Kofferraum-Chaos bringt.

Mein persönliches Funktions-Highlight im Interieur: Der 7 Zoll große LCD-Bildschirm für Navi bzw. Entertainment-System, der sich elektrisch in der Tiefe des Armaturenbretts versenken lässt – siehe Video unten.

Sprachsteuerung und Social Media an Bord
Bedient werden Navi (samt optionaler Anbindung an Google-Dienste wie „Google Streetview“), Soundanlage sowie verschiedene andere Einstellungen und allerlei Internet-Funktionen über ein Joystick-artiges Drehrad in der Mittelkonsole.

Doch auch per Sprachsteuerung lassen sich viele Features steuern. Bei unseren Testfahrten klappte die Akustik-Steuerung leider weniger gut und auch bei den Demos mit Audi-Ingenieuren versagte die SMS-Diktierfunktion. Aber lassen wir uns überraschen, wie ausgeklügelt das System sein wird, wenn der A3-Fünftürer im Februar 2013 in die Läden rollt.

Apps: Twitter, Facebook – und bald auch „WhatsApp“?
Über das als Extra zu bestellende „Audi Connect“-Paket sind Internet-Hotspot, Google Web Services sowie Facebook und Twitter mit an Bord – wie sinnvoll letztere zwei Social-Media-Dienste bei der Fahrt sind, ist fragwürdig. Ich war zumindest von der Handhabung und dem in Monaco präsentierten „Use-Cases „von Facebook und Twitter während der Autofahrt nicht zu überzeugen.

Zunächst soll der „Audi Connect“-Dienst übrigens auf eben diese zwei Social-Web-Apps limitiert sein. Laut den äußert engagierten Entwicklern ist die Plattform jedoch offen, die Software liegt auf Audi-Servern und nicht im Fahrzeug selbst. Will heißen, dass System ist skalierbar, kann also erweitert und umgebaut werden und ist damit für die Integration neuer Apps in der Zukunft gerüstet. Konkrete Nachfragen nach der Einbindung des angesagten „WhatsApp“-Dienstes werden von den Entwicklern mit einem breiten Grinsen und den Worten „das ist gut denkbar … “ quittiert.

The Bottomline: Der neue A3 Sportsback ist ohne Zweifel ein superschönes Wägelchen mit vielen technischen Finessen und Stil. Der Preis ist allerdings knackig: Der A3 Sportback startet als Benziner mit 105 PS ab 24.000 Euro, die Diesel-Varianten sind ab 26.000 Euro zu haben – mit entsprechendem Zubehör kommt man aber schnell auf 45.000 Euro und mehr.

Wer derart viel Geld für einen Kompakten ausgeben will, wird angesichts von Technik, Stil und Image vom A3 Sportsback jedoch garantiert nicht enttäuscht.

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Wichtiger Disclosure im Sinne bestmöglicher Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit: Audi hat uns für diesen Artikel unterstützt und die Reisekosten zum Event übernommen.
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