[Green Motor] Wireless Charging mit Qualcomm Halo: Durch die Luft fließt noch kein Strom – Londons Regen unschuldig (Video)

Londons Regen unschuldig: Durch die Luft fließt noch kein Strom

Was hält Autofahrer davon ab, elektrisch mobil zu werden? Teuer sind die Wagen, womöglich geht ihnen vor dem Ziel der Saft aus und das Hantieren mit dem Stecker ist lästig. Menschen, die anstandslos an Tankstellen dreckige Pistolen in die Tanks ihrer Kraftwagen stecken, mögen keine sauberen Kabel. Zumindest geht eine Koalition aus Renault, Chargemaster und dem Chiphersteller Qualcomm Halo davon aus und propagiert das drahtlose Laden.

[Green Motor] Wireless Charging mit Qualcomm Halo: Durch die Luft fließt noch kein Strom

Tatort London. Covent Garden, im Keller des Filmmuseums. Ein Renault Fluence  schleicht tonlos über eine schwarze Matte von der Größe eines Cerankochfeldes – und schon fließt Ladestrom drahtlos durch die Luft in den Akku.

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[Green Motor] Wireless Charging mit Qualcomm Halo: Durch die Luft fließt noch kein Strom

Zumindest in der Theorie. Eigentlich hat man erwartet, dass bald in Englands Metropole der zweijährige Lade-Trial (offiziell „WEVC Trial“) losgehen, ein Probelauf. Szenarien sollen durchgespielt werden, wie Taxifahrer, Carsharing-Betreiber und Privatleute die Technik nutzen könnten. Doch der Start dauert wohl noch bis 2014. Unklar ist, wer mitmacht, wie viele Taxis (30?), Mietwagen und Firmenflotten dabei sind.

So recken im Filmmuseum zwei Delta-Sportwagen lustlos ihre Flügeltüren in die Höhe, blaue Citroens (!) stehen mit Renaultaufklebern versehen Spalier. Der (wenig erfolgreiche) Le Mans-Rennfahrer Lord Paul Drayson hat seinen grünen Elektroboliden daneben geparkt. Aber offenbar soll der Test wichtig sein.

Wireless sei der Schlüssel zum E-Erfolg, findet Anthony Thomson, Qualcomm Halo Vizechef in Europa. Nicht nur weil es bequem ist, sondern das Laden für zwischendurch ermöglicht. Genaues Einparken? Unnötig. Die Vision der Firma, die ihr Geld ansonsten mit Chips für Mobiltelefone verdient: Laden während der Fahrt, weil im Asphalt Pads liegen.

„Drahtloses Laden ist bequem wie elektrische Fensterheber“, sagt Simon Tippet, Wirelessexperte bei Renault. Kurbel passé wie Kabel. Er will das Laden standardisieren, damit zukünftig auch Kunden von Peugeot, Daimler oder Toyota ohne Strippe auskommen. Städte müssten Dank der Ladematten nur vorübergehend mit Ladesäulen, die es nebenbei noch viel zu wenig gebe, zurecht kommen.

Mit im Boot des „Trials“ ist Chargemaster, Her- und Aufsteller von Ladesäulen. David Martell weiß, dass Leute gern während des Supermarkteinkaufs quasi nebenher Strom zapfen würden. Deshalb will er mit sechs Stationen beim Test mitmachen. „Es wäre toll, nie wieder zum Tanken fahren zu müssen“, sagt er. Stattdessen könne man die Matten wie einen Schlafsäcke ausrollen.

Und Rennfahrer Drayson? Der sieht in seinem Sport einen Vorreiter zukunftsweisender  Technologie und schwadroniert über eine Drahtlos-Rennserie im Formel1-Format.


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