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Der Volkswagen-Konzern (VW) steuert dank anhaltend hoher Verkäufe auf ein weiteres Rekordjahr zu. “Volkswagen ist 2010 auf die Überholspur gegangen. Und genau dort wollen wir auch im laufenden Jahr bleiben”, sagte VW-Chef Martin Winterkorn bei der Vorlage der Quartalsbilanz am Mittwoch.

Im ersten Quartal 2011 stiegen die Erlöse um 30,8 Prozent auf 37,47 Milliarden Euro. Operativ verdiente der Konzern 2,91 Milliarden Euro, nach 848 Millionen Euro im Vorjahr. Damit kletterte die operative Umsatzrendite von 3,0 Prozent im Vorjahr auf 7,8 Prozent. Bei der Profitabilität erreicht der eigentlich für Standardmodelle bekannte Konzern nun schon fast das Niveau von Premiumherstellern.

VW-VORZÜGE STÜRMEN AN DAX-SPITZE

An der Börse sprangen die im Leitindex gelisteten VW-Vorzugsaktien an die Dax-<DAX.ETR>Spitze. Händler verwiesen vor allem auf die Stärke des Chinageschäfts und priesen den positiven Ausblick.

huss betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 1,7 Milliarden Euro, mehr als drei Mal so viel wie im Vorjahr. Aufgrund von Sondereffekten, darunter die Neubewertung der Option zum Kauf der zweiten Hälfte des Porsche Sportwagengeschäfts, blieb der Nettogewinn leicht unter der Konsensschätzung. Bei Umsatz und operativem Ergebnis übertraf der Konzern hingegen deutlich die Erwartungen.

AUDI UND VW PKW SIND GEWINNBRINGER

Als Gewinnbringer erwies sich im ersten Quartal erneut die Ingolstädter Premiumtochter Audi <NSU.FSE>. Aufholen konnte aber auch die VW-Kernmarke Volkswagen Pkw. Beide Marken steuerten jeweils rund 1,1 Milliarden Euro zum operativen Gewinn bei. Die spanische Tochter Seat konnte die Verluste von 110 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf 12 Millionen Euro eindämmen. Gewinnsprünge gab es auch bei den Transportern und Pick-ups der VW Nutzfahrzeuge sowie im Finanzdienstleistungsgeschäft.

Aus dem erfolgreichen China-Geschäft der VW-Gemeinschaftsunternehmen flossen 557 Millionen Euro ins Finanzergebnis. Der Konzern lieferte im ersten Quartal mit fast zwei Millionen Wagen weltweit 14 Prozent mehr Autos aus als ein Jahr zuvor. “Der Verlauf des ersten Quartals zeigt die Stärke und Robustheit des Volkswagen Konzerns”, sagte Winterkorn.

ZUVERSICHTLICH FÜR WEITEREN JAHRESVERLAUF

Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich der VW-Chef zuversichtlich: “Volkswagen setzt seinen Weg kraftvoll fort.” Im laufenden Jahr will der Konzern Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis im Vergleich zum Rekordjahr 2010 weiter steigern. Dabei sollen weltweit auch Marktanteile hinzugewonnen werden. Durch die Ausweitung des Baukastensystems rechnet sich der Konzern zunehmende Kostenvorteile aus. Umgekehrt sieht das Unternehmen Risiken in steigenden Rohstoffpreisen sowie schwankenden Wechselkursen und Zinsen.

Zum Quartalsende verfügte Volkswagen im Automobilbereich über eine Nettoliquidität von 19,65 Milliarden Euro und damit eine Milliarde mehr als zum Jahresende 2010. “Diese substanzielle Basis ist kein Selbstzweck, sondern verschafft uns weiterhin die notwendige finanzielle Flexibilität für unsere Investitionen und die Umsetzung unserer Strategie 2018″, sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. VW hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 zum weltweit führenden Autobauer aufzusteigen.

PORSCHE VERTRIEBSHOLDING KONSOLIDIERT

Im ersten Quartal gab VW 3,3 Milliarden Euro für die Salzburger Porsche Vertriebsholding aus. Damit ermöglichte VW den bisherigen Eignerfamilien, die Kapitalerhöhung bei der Porsche SE mitzumachen. Die Porsche-Handelsgesellschaft wird seit März in die VW-Konzernzahlen integriert und trug im ersten Quartal 640 Millionen Euro zum Umsatz bei. Noch wirken sich aber Abschreibungen auf den Kaufpreis belastend auf das Nettoergebnis aus.

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