Europas größter Autobauer Volkswagen (VW) <VOW.ETR> <VOW3.ETR> hat auch im Juli seine Autoverkäufe gesteigert. Weltweit gingen 572.200 Fahrzeuge an die Kunden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dies entspricht einem Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
“Nach einem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr sind wir gut in die zweite Jahreshälfte gestartet”, sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler. “Auch in den kommenden Monaten werden wir mit unserer Modellpalette weiter auf Wachstumskurs bleiben und besser abschneiden als der Wettbewerb.” Weil die Abwrackprogramme in vielen Ländern nun weitgehend ausgelaufen sind, rechnet Klingler für das zweite Halbjahr weltweit mit einem rückläufigen Automarkt. “Die Spitzenwerte aus der Zeit vor der Wirtschafts- und Finanzkrise werden 2010 noch nicht wieder erreicht.”
Im Gesamtjahr 2010 will der Hersteller den Absatz des Vorjahres von 6,3 Millionen Fahrzeugen deutlich übertreffen. Im Zeitraum von Januar bis Juli stiegen die Auslieferungen vor allem aufgrund des boomenden chinesischen Markts um knapp 14 Prozent auf 4,16 Millionen Wagen. Damit habe der Konzern erstmals schon nach sieben Monaten im Jahr die Marke von vier Millionen Fahrzeugen überschritten.
In den ersten sieben Monaten des Jahres steigerte der VW-Konzern in China seinen Absatz um mehr als 42 Prozent auf 1,11 Millionen Wagen. In Deutschland gingen dagegen im Jahr nach der Abwrackprämie die Auslieferungen um fast 19 Prozent auf 606.200 Fahrzeuge zurück. Damit schlugen sich die Wolfsburger aber noch besser als der gesamte deutsche Markt, der um 29 Prozent nachgab. In ganz Europa legte der Konzern leicht zu, in Nordamerika wurde eine deutlich zweistellige Absatzsteigerung verzeichnet. Auch in Südamerika gab es ein Plus.
Den höchsten Anteil am Konzernabsatz hatte die Kernmarke Volkswagen Pkw mit 2,62 Millionen Wagen und damit einem Plus von 14 Prozent. Neben den speziell für den chinesischen Markt produzierten Modellen wie Lavida und Passat Lingyu liefen auch der Golf und der kleine Geländewagen Tiguan wieder gut. Die Ingolstädter Premiumtochter Audi <NSU.FSE> steigerte die Verkäufe in den ersten sieben Monaten um mehr als 17 Prozent auf 646.300 Stück. Auch bei der tschechischen Tochter Skoda stand ein zweistelliges prozentuales Plus und sogar die spanische Tochter Seat setzte ihre Erholung fort.












