[BikeFieber] Fahrrad-Werkzeuge: Neues Rad, neues Werkzeug – moderne Komponenten mit passenden Hilfsmitteln bearbeiten

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Der alte Knochen hat ausgedient: Bei modernen Fahrrädern werden statt großer Maul- und Hakenschlüssel Inbus- und Torx-Dreher benötigt. «Der Knochen hilft dabei wenig bis gar nicht, weil er einzig Ringschlüssel bietet und selten maßhaltig genug gefertigt ist», schildert Thomas Wilkens vom Velo-Werkzeug-Hersteller Parktool seine Beobachtungen. Er empfiehlt, beim Radneukauf gleich den eigenen Werkzeugbestand auf den Stand der Technik zu bringen.

Hilfreich sind dabei Vielfach-Werkzeuge – sogenannte Multitools. Sie bieten beispielsweise alle wichtigen Werkzeuge von Inbus- und Torx-Schlüssel über Schraubendreher bis zum Speichennippelspanner in einem handlichen Format. Sogar Kettennieter, 8er und 10er Ringschlüssel, 15er Maulschlüssel, Reifenheber, Flaschenöffner und Messerklinge findet man an diesen «Schweizer Messern für Radler».

Neben der Verwendung des richtigen Werkzeugs muss auch auf dessen Qualität geachtet werden, legt Gunnar Fehlau vom pressedienst-fahrrad in Göttingen Fahrradbesitzern ans Herz. So könnten Beschädigungen an Schrauben und Bauteilen verhindert werden. Gerade billige Werkzeuge aus dem Baumarkt seien selten ausreichend maßhaltig. Die Kraft werde dadurch auf einer geringen Kontaktfläche eingeleitet und verforme so den Schraubenkopf. Das Ergebnis nennt der Volksmund eine «ausgenudelte Schraube».

Übrigens setzen die modernen, leichten – weil filigraneren – Inbus- und Torx-Schrauben genau an diesem Punkt an: Ihre Kontaktfläche zum Werkzeug ist trotz kleiner Bauform viel größer als etwa bei einer klassischen Schlitz- oder Sechskantschraube gleicher Baugröße. Das erlaubt Leichtbau ohne zusätzliche Risiken. Allerdings benötigen neue Werkstoffe feine Finger: «Bei falscher oder zu hoher Krafteinwirkung können Gewinde an modernen Leichtbau-Rahmen und -Komponenten Schaden nehmen oder gar ausreißen. Auch die Komponenten selbst können bei zu starker Klemmung beschädigt werden – nicht nur, wenn sie aus dem Werkstoff Carbon gefertigt sind», beschreibt Rolf Häcker, Produktmanager des Komponentenherstellers Humpert, das Risiko. Um Ungemach zu vermeiden, empfiehlt er «unbedingt die Verwendung von Drehmomentschlüsseln bei der Montage solcher Komponenten.» Das vorgeschriebene Drehmoment sei auf den meisten Komponenten vermerkt oder in der Bedienungsanleitung nachzulesen.

tf/mei/ddp

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