Nach den Ausfällen der Klimaanlagen in ICE-Waggons am Wochenende kritisieren Fahrgastvertreter die Deutsche Bahn. Der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Hartmut Buyken, sagte dem Radiosender hr info, er sehe einen Systemfehler als Ursache. «Die Deutsche Bahn hat an der falschen Stelle gespart”, sagte Buyken. Die Technik ihrer Vorzeigezüge sei nicht auf Sicherheit ausgelegt, sondern auf Kostenminimierung. Dabei würden Ausfälle billigend in Kauf genommen. Das führe auch dazu, dass sich der ICE international schlechter verkaufe als das französische Konkurrenzprodukt TGV.
Die Standards für die Herstellung der ICE-Züge müssten deutlich erhöht werden, sagte Buykens. die Bahn sei allerdings nicht in der Lage, dieses Problem zu erfassen.
Am Wochenende waren bei großer Hitze in mehreren ICE-Zügen die Klimaanlagen ausgefallen. In manchen Waggons herrschten mehr als 50 Grad Celsius, weil ihre Fenster nicht geöffnet werden können. Eine Reihe von Fahrgästen musste von Rettungskräften versorgt werden. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Betroffenen.
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