Die Luft- und Raumfahrtausstellung ILA meldet kurz vor Ende Rekordabschlüsse, zufriedene Aussteller und einen großen Besucherandrang. Auf der größten deutschen Luftfahrtmesse sind Verträge und Kaufabsichten in Höhe von knapp 14 Milliarden Euro (16,5 Mrd. US-Dollar) bekanntgegeben worden, teilte die Messe Berlin am Samstag auf der ILA in Schönefeld mit. Auf der Airshow vor zwei Jahren seien es Verträge für gut 5 Milliarden Euro gewesen.
Die EADS-Tochter <EAD.ETR> Airbus konnte auf der 10. Berlin Air Show kräftig absahnen. Das Unternehmen meldete Aufträge für 12,7 Milliarden Euro (15,3 Mrd. Dollar). Insgesamt wurden 67 Flugzeuge verkauft. Zum ILA-Auftakt wurde ein Mega-Deal bekanntgegeben. Die arabische Airline Emirates kaufte 32 Maschinen des weltgrößten Verkehrsflugzeugs A380 für 11,5 Milliarden Dollar. Dies war der größte Einzelauftrag in der Zivilluftfahrt.
Zwei Drittel der mehr als 1.150 Aussteller aus 47 Ländern seien mit dem geschäftlichen Erfolg der Beteiligung zufrieden. Ebenso viele erwarten nach Angaben der Veranstalter noch ein sehr gutes bis zufriedenstellendes Nachmessegeschäft. “Der geschäftliche Stellenwert der ILA war noch nie so hoch wie in diesem Jahr”, wird Messe- Geschäftsführer Raimund Hosch zitiert. Fast 90 Prozent der Aussteller hätten die künftige wirtschaftliche Situation der Branche als positiv beurteilt und die Absicht, sich an der ILA 2012 wieder zu beteiligen.
Die Luftfahrtschau war für Fach- und Privatbesucher gleichermaßen interessant. Es seien 125 000 Fachbesucher gekommen, etwas mehr als vor zwei Jahren. Bis zum ILA-Ende am Sonntagabend rechnet die Messe Berlin mit rund 240 000 Besuchern. 2008 waren es 241 000 Gäste. Die ILA muss umziehen. Die Airshow findet 2012 in Schönefeld-West statt, da nach dem Betriebsbeginn des Hauptstadtflughafens BBI am bisherigen Standort kein Platz mehr ist.












