[Feature] Karosseriebauer aus Burgau baut kleinsten Lkw der Welt

Stolz steht Karosseriebaumeister Sascha Gerstmayer aus Burgau vor seinem Meisterwerk, das er in vier Jahren Kleinarbeit erschaffen hat: dem wohl kleinsten Lkw der Welt. Der 34-jährige Autofachmann öffnet das Tor zu seiner Autowerkstatt und fährt mit seinem silbernen Mini-Pick-up nach draußen. Schon bleiben die ersten Neugierigen stehen. 200 000 Euro ist das unverkäufliche Prachtstück wert, in das der Tüftler über 50 000 Euro Materialkosten investiert hat.

Ein Herr vom Parkplatz der Nachbarfirma kommt und streichelt vorsichtig über die Ladefläche des Lkw, der auf Basis eines Smart-for-four gebaut und um eine Achse und 80 Zentimeter vergrößert wurde. Rund 2 000 Stunden hat Sascha Gerstmayer in vier Jahren an seinem kleinen Lastkraftwagen gebaut, den er demnächst auch ins Guinness-Buch der Rekorde eintragen lassen will. «Der ist vom TÜV abgenommen. Ich wollte einfach mal zeigen, dass man auch heute noch als Karosseriebaumeister ein eigenes Auto bauen kann», sagt er. Die Guinness-Buch-Macher haben ihm bereits zurückgeschrieben, dass sein Projekt geprüft wird. Eine Antwort hat er bislang noch nicht bekommen.

3,20 Meter kurz ist sein Pick-up, ein Dreiachser mit offener Ladefläche. Darauf lässt sich alles Mögliche transportieren, Werkzeug, Sportsachen, Getränke für die Gartenparty. Es ist ein Edel-Auto mit einer Top-Ausstattung, zu dem er sich zuletzt auch noch einen kleinen Spezialanhänger gebastelt hat.

In Zell am See hat er den 1. Preis bei einem Design- und Ästhetik-Wettbewerb gewonnen. Immer wieder, wenn er zu Autotreffen fährt, halten ihn andere Autofahrer an und bitten, ihn und seinen Mini-Lastwagen fotografieren zu dürfen. «Die Leute stehen staunend am Straßenrand, lachen, Daumen nach oben», schildert er die immer wiederkehrenden Begegnungen am Straßenrand. Schon bastelt der Tüftler an einem neuen, aber noch streng geheimen Projekt.

tf/mei/ddp

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