[Feature] Neuer Kompakt-SUV Skoda Yeti: Auf jedem Terrain zuhause

SkodaSolide, zuverlässig und preiswert. Mit diesem Dreiklang schuf sich Skoda seinen Ruf, die richtige Adresse zu sein für Sparfüchse oder Menschen, denen problemloses Vorwärtskommen wichtiger ist als Prestige. Beim Ausbau ihrer Modellpalette zog die tschechische VW-Tochter diese Linie konsequent durch. Entsprechend versprüht beim jüngsten Spross, dem Kompakt-SUV Yeti, nur der von einem mystischen Himalayawesen geborgte Name ein wenig Extravaganz. Ansonsten gibt sich der Allradler bewusst bodenständig und glänzt Skoda-mäßig mit hohem Nutzwert.

Der mit gerader Dachlinie und senkrechtem Heck fast kantig modellierte Yeti dürfte zwar nie einen renommierten Design-Preis erringen – trotzdem wirkt er dank prägnanter Front einschließlich großer Nebelscheinwerfer schräg unterhalb der Frontleuchten freundlich und dynamisch. Die unterhalb der Front, an den Flanken und am Fond angebrachte Plastikverkleidung erzeugt Offroad-Look, ohne übertrieben zu wirken. Zudem wird so das Blech vor Beschädigungen beim Ausritt ins Gelände geschützt.

Trotz einer Länge von nur 4,22 Meter bietet der Yeti bis zu fünf Passagieren erstaunlich viel Platz. Die Rücksitze lassen sich umklappen, in Querrichtung verschieben sowie in der Länge verstellen, so dass das Ladeabteil von nicht üppigen 405 auf bis zu 545 Liter erweitert werden kann. Werden die hinteren drei Einzelsitze ausgebaut – das geht mühelos -, stehen sogar 1760 Liter zur Verfügung. Kritikwürdig ist allerdings die hohe Ladekante. Sie macht das Einladen von schwerem Gepäck mühsam.

Der Innenraum selbst wirkt etwas nüchtern. Die verwendeten Materialien sind jedoch akkurat verarbeitet, an der Haptik des Kunststoffs gibt es nichts zu kritisieren. Die Instrumentierung ist übersichtlich, die Bedienung selbsterklärend und die Sitze mit langen Auflageflächen bequem. Zahlreiche praktische Ablagen, die vorne allerdings teilweise etwas größer sein könnten, zeigen: Da hat sich der Designer wirklich Gedanken gemacht.

Im Fahrbetrieb enttäuscht der Yeti ebenfalls nicht. Dank eines frühzeitig anstehenden hohen Drehmoments (250 Newtonmeter) verfügt der Turbo-Benziner nicht nur auf Autobahn und Landstraße über genügend Durchzugskraft. Auch im Stadtverkehr erweist er sich als recht agil. Und wenn man will, wird aus dem Kompakt-SUV auch ein Kurvenflitzer mit geringen Wankbewegungen. Möglich machen dies das straff und dennoch komfortabel ausgelegte Fahrwerk, das sauber auf das Triebwerk abgestimmte Sechs-Gang-Getriebe und eine direkte Lenkung.

Doch der Yeti fährt sich nicht nur auf befestigten Straßen angenehm, sondern ist bei einer Bodenfreiheit von 18 Zentimetern ebenso in bis zu mittelschwerem Gelände einsetzbar. Bei Betätigung der Offroad-Taste passt sich das 4×4-System den jeweiligen Geländesituationen an und ermöglicht durch Reduzierung der Drehzahl das Anfahren auf lockerem Untergrund. Ein Bergabfahrt-Assistent garantiert selbst bei starkem Gefälle ein konstantes Tempo – so kann sich der Fahrer vollständig auf die richtige Spur konzentrieren. Das reicht nicht nur für die Bewältigung von verschlammten Waldwegen und Schotterpisten, sondern auch für abenteuerlichere Touren. Der Spaß muss natürlich an der Tankstelle bezahlt werden. Im normalen Fahrbetrieb ist der Yeti allerdings trotz seines Gewichtes von 1,5 Tonnen mit rund acht Litern Superbenzin auf 100 Kilometer flott zu bewegen.

Die Sicherheits-Ausstattung ist mit ABS und Bremsassistent, ESP, neun Airbags einschließlich Knieschutz für den Fahrer sowie Sicherheits-Kopfstützen für dieses Segment vorbildlich. Bei den Komfort-Features knauserte Skoda ebenfalls nicht – doch Annehmlichkeiten wie ein dynamisches Radio-Navigations-Gerät, der Einpark-Lenkassistent oder das Panorama-Schiebedach können den günstigen Basispreis kräftig in die Höhe treiben.

tf/mei/ddp

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