Verkehrwetter: Winter-Chaos führt zu schweren Unfällen in Deutschland – ein Toter

XXXXX Logo

Der erneute Wintereinbruch hat in weiten Teilen des Landes zu Verkehrsbehinderungen geführt. Bei Schnee und Glatteis kam es seit Freitagabend zu zahlreichen Unfällen, viele Lkw stellten sich auf Autobahnen und Anhöhen auf den Fahrbahnen quer. Während die meisten Unfälle glimpflich ausgingen, wurde ein Beifahrer in Niedersachsen tödlich verletzt.

Bei dem Unfall nahe Halchter bei Wolfenbüttel war die 27-jährige Autofahrerin bei heftigem Schneetreiben in einer Kurve von der glatten Straße abgekommen. Der Wagen überschlug sich, dabei wurde der 27-jährige Beifahrer aus dem Auto geschleudert. Er starb wenig später im Krankenhaus. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

Auf den Autobahnen 2 und 39 im Raum Braunschweig/Hannover kam es zu langen Staus. Wegen überfrierender Nässe waren die Fahrbahnen stellenweise spiegelglatt. In Schleswig-Holstein wurden in der Nacht zum Samstag rund 100 Unfälle registriert. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Sonst blieb sei es meist bei Blechschäden. In Hamburg wurden von Freitagabend bis Samstagvormittag rund 180 Unfälle gezählt.

In Bayern stellten sich bei dichtem Schneetreiben mehrere Lastwagen auf der A 3 bei Aschaffenburg quer. Der Verkehr in Richtung Frankfurt staute sich bis zu 40 Kilometer in Richtung Würzburg zurück. In Oberfranken rutschten auf der A 70 drei Sattelzüge ineinander und blockierten die Autobahn in Richtung Bayreuth. Ein Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt.

Am Samstagmorgen geriet ein Sattelzug auf einer schneeglatten Brücke bei Winterhausen im Landkreis Würzburg ins Schleudern und stürzte rund zehn Meter in die Tiefe. Der Fahrer wurde verletzt. Er wollte sein Gespann auf der glatten Brücke abbremsen, wodurch der Lastzug außer Kontrolle geriet.

In Baden-Württemberg legte der Wintereinbruch am Samstagmorgen im Landkreis Göppingen die Autobahn 8 lahm. Wegen querstehender Lastwagen am Albaufstieg in Richtung München wurde die Fahrbahn zunächst voll gesperrt.

In Nordrhein-Westfalen kam es bei bis zu 20 Zentimeter Neuschnee von Freitagabend bis Samstagmorgen zu 337 Unfällen, bei denen 45 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Der Sachschaden lag bei rund 1,5 Millionen Euro. Bei dichtem Schneegestöber waren am Freitagabend im westfälischen Halle 14 Fahrzeuge ineinander gefahren, darunter drei alarmierte Einsatzfahrzeuge. Verletzte gab es nicht.

In Mitteldeutschland kamen auf Autobahnen und Bundesstraßen vor allem Lkw ins Schleudern, stellten sich quer und behinderten den Verkehr. Auf der Bundesstraße 7 bei Mönchenholzhausen verlor in der Nacht ein Lkw-Fahrer in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbrach die Leitplanke und fuhr die Böschung hinab. Der Lkw, der laut Polizei auf der glatten Straße zu schnell unterwegs war, kippte mit Anhänger um. Der 28-jährige Fahrer blieb unverletzt.

Auch auf mehreren Autobahnen in Rheinland-Pfalz standen zahlreiche Lkw quer. Am Morgen geriet auf der Autobahn 1 ein mit drei Personen besetzter Pkw aufgrund der Schneeglätte ins Schleudern. Der Wagen fuhr in die Böschung, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Dabei wurde die 19-jährige Beifahrerin schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Die beiden anderen Insassen des Wagens erlitten leichte Verletzungen. Auf der Autobahn 63 zwischen Winnweiler und Göllheim fuhren drei Pkw ineinander. Insgesamt vier Insassen wurden verletzt, drei davon schwer. Ein Verletzter wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

tf/mei/ddp
___________________________________

>> Alle Artikel zum “Schwerpunkt ADAC” bei MotorFieber

Begeistert von diesem Artikel? Follow us on Twitter!

Mehr bei TechFieber zum Thema: , ,

Antwort schreiben