Winter-Chaos auf den Strassen: Noch mehr Schnee – erneuter Winter-Einbruch behindert Verkehr

Winter verkehrNeue Schneefälle haben in der Nacht und am Mittwoch den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands erheblich beeinträchtigt. Es kam zu zahlreichen Unfällen mit mehreren Verletzten. Einige Streckenabschnitte auf Autobahnen mussten gesperrt werden.

Die A 2 war zwischen Kamener Kreuz und Oelde in Richtung Hannover wegen mehrerer schwerer Unfälle zeitweilig nicht passierbar. Dabei kippte auch ein Streufahrzeug um. Der 44-jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Die A 2 wurde gegen 11.00 Uhr wieder freigegeben. Ebenfalls gestoppt wurde der Verkehr auf der A 44 in Richtung Dortmund zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau. Hier sollte die Sperrung gegen 12.00 Uhr aufgehoben werden.

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen sich auf tagelange Schneefälle einstellen. Der seit Mittwochmorgen in weiten Teilen fallende Neuschnee sei erst der Anfang des Tiefdruckgebiets «Queen», sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts in Leipzig. Bis Freitag oder Samstag werde es in weiten Teilen der drei Länder durchgehend schneien, unterbrochen lediglich von kurzen Pausen oder leichtem Schneegrieseln. Bis Samstag wird flächendeckend mit bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gerechnet, in den Bergen auch wesentlich mehr.

In Hamburg waren seit 2.00 Uhr 1000 Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Fußgängerüberwege abzustumpfen. Nach einem Krisengipfel am Montag hatten die Umweltbehörde und die Stadtreinigung mehrere Aktionen gegen die glatten Straßen und Gehwege gestartet. So können Hamburger bei einer Hotline nicht gestreute öffentliche Wege angeben. Ferner verteilt der Winterdienst kostenlos Split und Sand.

Unterdessen sorgt ein Appell der Hamburger Bildungsbehörde zum Einsatz von Schülern beim Räumen und Streuen von Wegen und Bushaltestellen für Protest. Wegen der «akuten Gefährdung der Nachbarschaft» würde die Behörde für solche Schülereinsätze sogar Unterrichtsausfälle tolerieren. «Das ist unglaublich und gefährlich», sagte ver.di-Fachbereichsleiterin Sieglinde Friess. Wer Schüler ohne Spezialschuhe und ohne ausreichende Sicherheitsausrüstung zum Schneeräumen einsetze, gefährdet fahrlässig deren Gesundheit. tf/mei/ddp
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