Der japanische Autohersteller Honda ruft weltweit knapp 440 000 Fahrzeuge mit möglichen Airbag-Problemen in die Werkstätten. Betroffen seien Fahrzeuge der Modelle Accord, Civic, Odyssey und CR-V sowie der Luxusmarke Acura, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit. Der Rückruf betreffe vor allem die USA. Deutschland ist nicht betroffen.
Nach Angaben von Honda stehen die Airbags zu stark unter Druck. Ein ausgelöster Airbag könne eventuell Metallstücke durch das Fahrzeug katapultieren. In den USA ist das Problem mit wenigstens einem Todesfall und elf Verletzungsfällen verbunden. Wie viele Fahrzeuge in Deutschland betroffen sind, war zunächst unklar.
Nach Angaben des Importeurs in Offenbach sind europäische Fahrzeuge nicht betroffen. Gleichwohl habe man das Kraftfahrtbundesamt informiert, da derzeit 75 Fahrzeuge in der US-Version in Deutschland zugelassen seien.
Erst am Dienstag hatte Toyota mit großen Rückrufaktionen auf Qualitätsmängel bei Gaspedalen reagiert.
tf/mei/ddp
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Nach dem Toyota-Skandal kommen solche negativen Schlagzeilen natürlich extrem ungünstig für Honda. Neben Toyota war Honda der zweite große, japanische Hersteller, welcher in erster Linie für Sicherheit stand. Ein jahrelang aufgebautes Image kann durch solche Sicherheitslücken im Nu zerstört werden und somit die wirtschaftliche Existenz einer Firma stark gefährden. Bleibt zu hoffen, dass die Mängel nicht daraus resultieren, dass Honda stärker an Mitarbeitern oder Produktqualität spart.