[Feature] [NAIAS] Das neue Mercedes E-Klasse Cabrio

Januar 20, 2010 | Author: MotorBlog.de | am

Filed Under: MotorNews, cabrio

Mercedes zeigt sich Frisuren-freundlich: Das neue E-Klasse Cabrio, Nachfolger des CLK, ist mit dem speziellen Windschutz-System «Aircap» ausgerüstet – laut dem Stuttgarter Hersteller eine Weltneuheit. Die Techniker haben in den oberen Teil des Frontscheibenrahmens einen Windabweiser eingebaut. Dieser Spoiler fährt auf Knopfdruck sechs Zentimeter aus, lenkt die Luftströmung ein wenig höher über das Auto hinweg. Die auf kleinstem Raum untergebrachte Technik mit Motor und Getriebe ist der Tüftelei eines Mercedes-Spezialisten zu verdanken, der einst bei Fischer-Technik gearbeitet hat – und die stellen bekanntlich auch Spielzeug für technikbegeisterte Kinder her.

Technisch basiert das Cabrio auf der Limousine, bietet vier Erwachsenen ausreichend Platz und gibt sich optisch zurückhaltend, wohlproportioniert und durchaus elegant. Wie die Limousine bietet das Cabrio ein Paket von Komfort- und Sicherheitshelfern, von der Müdigkeitserkennung bis zu Überrollbügeln in den Fond-Nackenstützen. Der Clou ist jedoch das Aircap-System. Der Frisurenretter beinhaltet zudem ein fest installiertes Windschott, das zwischen den beiden hinteren Einzelsitzen montiert ist. Fährt der vordere Windabweiser aus, taucht auch der hintere aus der Versenkung auf, um Turbulenzen einzudämmen. Das gelingt prächtig. Sitzen hinten ebenfalls Passagiere, schiebt sich beim Einrasten eines hinteren Gurtes das Windschott automatisch noch eine Stufe weiter nach oben. Das bremst die vom Heck einfallenden Winde noch stärker aus.

So kann man im Fond selbst bis Tempo 70 noch recht ungestört die Fahrt unter freiem Himmel genießen. Geht es schneller voran, weht es hinten ziemlich kräftig, doch immer noch deutlich weniger als beim Vorgänger. Der Unterschied zwischen aus- und eingefahrenem vorderen Windabweiser ist immer deutlich zu spüren – lange Haare hören schlagartig auf zu fliegen, wenn der Fahrtwind einen größeren Bogen über das Passagierabteil beschreibt. Bei der Fahrt zu zweit stellt sich der offene Sternenträger dem bei Tempo 120 auftretenden Sturm entgegen, ohne dass die beiden vorderen Passagiere um ihre Frisur fürchten müssen.

Das serienmäßige Akustikverdeck des 4,70 Meter langen, 1,79 Meter breiten und 1,40 Meter hohen E-Klasse Cabrio öffnet und schließt auf Knopfdruck in 20 Sekunden. Hier greift Mercedes, wie schon beim CLK, auf das Wissen und Können des Dachspezialisten Karmann in Osnabrück zurück. Teile des insolventen Unternehmens konnten durch den Einstieg von Volkswagen gerettet werden.

Die Preise für das Vergnügen des offenen Fahrens liegen ungefähr 5000 Euro über dem Preisniveau der jeweiligen Coupéversion. Angeboten wird der Viersitzer mit fünf unterschiedlichen Motoren (drei Diesel, zwei Benziner) und einer Leistungsbreite zwischen 204 und 388 PS. Schon die optimierten Triebwerke sorgen nach Mercedes-Angaben für ein Höchstmaß an Effizienz. Zusätzlich wurde beim Cabrio die Aerodynamik optimiert, um den Verbrauch weiter zu drücken. Bemerkenswert ist hier eine technische Besonderheit im Gesicht des Mercedes: In der geschlossenen Front sind Lamellen integriert, die sich nur dann öffnen, wenn tatsächlich Kühlluft benötigt wird. Ansonsten wird der Fahrtwind nach unten oder oben abgeleitet – und trifft dort auf den Windabweiser des Aircap, der eine weitere Umleitung der Luft vornimmt.

ddp/nom/mhi

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Comments (2)

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