Tagesspiegel: Berliner S-Bahn Verkehr erst 2013 wieder im Regelbetrieb

Schlechte Nachrichten für Pendler in Berlin: Laut dem Berlinerg “Tagesspiegel” darf frühestens in drei bis vier Jahren wieder mit einem normalen Regelbetrieb der S-Bahn in berlin gerechnet werden. Der Berliner «Tagesspiegel» (Dienstagausgabe) berichtete vorab, dies habe der Personenvorstand der Deutschen Bahn AG, Ulrich Homburg, Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) bestätigt. Die Senatorin forderte, die Bahn müsse ihre Kunden nochmals entschädigen, weil kein Ende der Einschränkungen absehbar sei.

Junge-Reyer sagte der Zeitung, sie wolle nun ruhig, aber zügig entscheiden, wie der S-Bahn-Verkehr in Zukunft organisiert sein wird. Bereits im nächsten Frühjahr und nicht erst Ende 2011, wie bisher vorgesehen, solle klar sein, ob der Betrieb für die Zeit nach 2017 ausgeschrieben wird – komplett oder für Teilnetze.

Junge-Reyer sagte, nach wie vor erwäge der Senat auch, die S-Bahn zu übernehmen. Angesichts des desolaten Zustandes bei den Fahrzeugen und im Betrieb sei dies aber nur zu einem «negativen Kaufpreis» möglich. Das heißt, die Bahn müsste dem Land nicht nur die S-Bahn überlassen, sondern dafür auch noch Geld zahlen. Dem Blatt zufolge ist die Bahn dazu aber nicht bereit.

Junge-Reyer sagte, die S-Bahn habe die jahrelang vernachlässigte Wartung der Bremsen an den Fahrzeugen jetzt fast abgearbeitet. Bestehen blieben aber die Probleme mit den Rädern, die ausgetauscht werden müssen. Deshalb müssten auch in den nächsten Jahren mehr Züge in die Werkstätten als vorgesehen und fehlten dann im Betrieb. Die Folge sei, dass viele Züge mit weniger Wagen als vorgesehen unterwegs sein werden. Ein Bahn-Sprecher sagte der Zeitung, mit kurzfristigen Änderungen im Fahrplan sei auch weiter zu rechnen. [tf/mot/ddp]

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , ,

Antwort schreiben