Mercedes Benz SLK.

Daimler hat den Auftrag für Mercedes SLK Rohbausätze an den insolventen Autobauer Karmann offenbar gestrichen. Das berichtete die «Neue Osnabrücker Zeitung» (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Insider-Kreise. Sprecher von Daimler und des Insolvenzverwalters bestätigten die Meldung auf ddp-Anfrage jedoch nicht.

Die Fertigung soll laut der «Neuen Osnabrücker Zeitung» ins Mercedes-Werk Bremen und auf andere Zulieferer verlagert werden, die SLK-Modelle bauen. Grund für den Entzug des Auftrags sei Unsicherheit bei Daimler, ob die Rohbauteile in den nächsten Jahren nach Bremen hätten geliefert werden können. Gleichwohl laufe weiterhin ein Auftrag an Karmann für Verdecke für die E-Klassen-Cabrio-Modelle von Daimler bis ins Jahr 2011.

Karmann hatte am 8. April die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt und den Schritt mit drohender Zahlungsunfähigkeit begründet. Am 11. November soll sich laut Medienberichten der VW-Aufsichtsrat mit einer möglichen Übernahme des Osnabrücker Traditionsunternehmens befassen.

[Update]: Sprecher von Daimler und des Karmann-Insolvenzverwalters bestätigten die Meldung auf ddp-Anfrage nicht. Der stellvertretende Betriebsratschef von Karmann, Gerhard Schrader, sagte: «Hier handelt es sich um einen alten Hut, mit dem Mercedes uns schon seit Wochen bedroht.»

(tf/ddp) (Photo: Flickr.com/photos/calibrand/ CC BY 2.0)

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