Der Ölkonzern BP veröffentlicht heute (Mittwoch/13.00 Uhr) seinen internen Untersuchungsbericht zu den Ursachen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Das teilte die britische Firma in London mit.
Am 20. April war eine Bohrinsel des Konzerns vor der Südküste der USA explodiert. Erst in dieser Woche, nach viereinhalb Monaten, soll das Leck in der Ölquelle dauerhaft versiegelt werden. Die Beseitigung der Ölpest hat BP bislang nach eigenen Angaben rund acht Milliarden Dollar gekostet.
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Brad Pitt würde die Todesstrafe für die Verantwortlichen des Öllecks im Golf von Mexiko erwägen. Das berichtet die britische Zeitung “Daily Mail”. In einer Dokumentation über Pitts “Make it Right”-Projekt, das in New Orleans 150 bezahlbare und umweltverträgliche Häuser baut, nachdem die Stadt 2005 von “Hurricane Katrina” schwer verwüstet worden war, sagte der 46-Jährige:
“Ich war vorher nie für die Todesstrafe – jetzt bin ich bereit nochmal darüber nachzudenken.” mehr »

Im Kampf gegen die Ölpest vor der US-Küste gibt es neue Probleme. Die US-Regierung wies am Sonntagabend (Ortszeit) auf ein Leck in der Nähe des Bohrlochs hin. Zudem sprach Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung, von “unbestimmten Anomalitäten” am Bohrloch. Er forderte BP in einem Schreiben auf, ihm innerhalb von Stunden Bericht zu erstatten.
Ein BP-Sprecher sagte, er wisse nichts von dem Leck, meldete der TV-Sender CNN. Kurz zuvor hatte BP entscheidende Erfolge gemeldet. Seit gut drei Tagen fließe kein Öl mehr aus dem Leck in der Tiefe, ein meterhoher Zylinder habe die Ölfontäne zum Versiegen gebracht.
Es war dies ein erster entscheidender Fortschritt seit dem Beginn der Ölkatastrophe vor drei Monaten. mehr »
Der britische Ölkonzern BP versucht einem Pressebericht zufolge bis zum 27. Juli das Ölleck im Golf von Mexiko zu schließen. Das wäre rund drei Wochen früher als zuletzt offiziell angekündigt, berichtete das “Wall Street Journal” (Donnerstag) unter Berufung auf Firmenvertreter. Am 27. Juli legt der Konzern seine Bilanz für das zweite Quartal vor. Dann wolle das Unternehmen den Investoren größere Klarheit über die zu erwartenden Kosten durch die Ölkatastrophe geben. Offiziell hatte BP zuletzt nach vielen gescheiterten Versuchen angekündigt, bis Mitte August das Leck zu schließen.
BPs Krisenmanager Bob Dudley hat allerdings erhebliche Zweifel, ob der ehrgeizigere Termin zu schaffen ist: “In einer perfekten Welt ohne Störungen wäre es möglich, die Quelle zwischen dem 20. und 27. Juli zu verschließen”, zitierte ihn die Zeitung – dies sei aber sehr unwahrscheinlich. Auch die Hurrikan-Saison bedrohe den “perfekten Fall”. Deshalb verfolge der Konzern parallel weitere Notfallpläne. Dazu gehöre etwa, das Loch mit zwei nahegelegenen Öl- und Gaspipelines zu verbinden. mehr »

Gut zehn Wochen nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat die rostbraune Schmiere erstmals auch die Küste des US-Staates Mississippi erreicht. Ein Lichtblick im anhaltenden Desaster: Tropensturm “Alex” zog am Montag in sicherem Abstand von der Öl-Unfallstelle über das Meer in Richtung Mexiko. Damit blieben die Absaug- und Reinigungsarbeiten weiter unbeeinträchtigt.
Die Kosten für den Kampf gegen die Umweltkatastrophe steigen derweil für den Ölkonzern BP immer schneller an. In den vergangenen drei Tagen habe das Unternehmen 300 Millionen US-Dollar (243 Millionen Euro) gezahlt, teilte BP am Montag in London mit. Erstmals erreichten die Kosten pro Tag damit die 100-Millionen-Marke. Insgesamt hat der Konzern inzwischen für die Beseitigung der Umweltschäden, für Ausgleichszahlungen an Betroffene und die Rettungsmaßnahmen 2,65 Milliarden US-Dollar gezahlt.
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Die Bundesregierung schließt einen Unfall bei der einzigen deutschen Ölbohrung in der Nordsee aus. Wie die Bundesregierung nach Angaben des Informationsdienstes «heute im bundestag» vom Montag in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mitteilte, wird im deutschen Bereich der Nordsee im schleswig-holsteinischen Küstenmeer auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate Öl gefördert. Bei Flut gebe es eine Wassertiefe von zwei Metern, bei Ebbe liege die Insel überwiegend auf dem Trockenen. Ein Unglück mit aus dem Meeresgrund austretendem Öl sei ausgeschlossen.
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Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hat dem BP-Konzern ihre inzwischen dritte Rechnung für den Kampf gegen die Ölpest geschickt. Sie betrage 51,4 Millionen Dollar (41,8 Mio Euro), teilte die Einsatzleitung am Montag (Ortszeit) mit. Damit haben die USA dem britischen Energieriesen bislang insgesamt 122,3 Millionen Dollar in Rechnung gestellt. Die ersten beiden Zahlungen habe BP “in vollem Umfang” geleistet.
Die Bundesbehörden weiteten zudem die Fischerei-Verbotszone im Golf von Mexiko um rund 15.500 Quadratkilometer auf nun rund 225.300 Quadratkilometer aus – ein Fläche so groß wie Rumänien. Damit seien 36 Prozent der von der Bundesregierung überwachten Gewässer für den Fischfang gesperrt, teilt die Einsatzleitung weiter mit.
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Die Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko steigen stetig an. Der Ölkonzern BP bezifferte am Montag seine bisherigen Kosten auf rund zwei Milliarden US-Dollar. Darin enthalten seien die Ausgaben, um das Öl aufzufangen und den Ausfluss zu stoppen, für die Entlastungsbohrungen sowie Zahlungen an die betroffenen Anrainerstaaten und Geschädigte. Bislang seien mehr als 65.000 Anträge eingereicht worden und mehr als 32.000 Zahlungen erfolgt, hieß es weiter. Sie summierten sich auf bislang mehr als 105 Millionen Dollar. Grundsätzlich sei es aber noch zu früh, die Gesamtkosten zu beziffern, teilte das Unternehmen mit.
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Angesichts des Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko hat Hollywood-Star Robert Redford (73) ein Umdenken in der Energie-Politik der USA gefordert.
In einem Video-Beitrag mit dem Titel «The Fix» auf der Webseite der internationalen Umweltschutzorganisation «Natural Resources Defense Council» (NRDC) in New York warnt er vor den katastrophalen Konsequenzen für den Planeten.
Mit harten Worten kritisiert der Schauspieler die Öl-Industrie und ihre «Papageien» im Kongress. «Es gibt andere Lösungen», so Redford in Hinblick auf die Ölbohrungen vor der Küste der USA und verweist auf saubere Energiequellen wie Solar und Wind. mehr »

Im Kampf gegen die Ölpest verzeichnet der Konzern BP nach eigenen Angaben deutliche Fortschritte. Nach den Worten von BP-Chef Tony Hayward wird mittlerweile “die Mehrheit” des ausströmenden Öls im Golf von Mexiko aufgefangen. Das sagte er am Sonntag dem britischen Sender BBC. Der installierte Auffangbehälter über der lecken Ölquelle im Meer leite zurzeit täglich mehr als 1.500 Tonnen Öl sicher auf ein Schiff.
Nach offiziellen Schätzungen strömen aus dem Bohrloch jeden Tag zwischen 1.600 und 3.400 Tonnen Öl.
Die von Hayward genannte Zahl ist deutlich höher als die Angabe der US-Regierung. mehr »

Die US-Regierung erhöht wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexico massiv den Druck auf BP. Die Justizbehörden untersuchen, ob illegale Handlungen des Ölmultis das Desaster verursacht haben. “Wenn unsere Gesetze gebrochen wurden, und dies zu Tod und Zerstörung führt, dann verspreche ich, dass wir die Verantwortlichen vor Gericht bringen”, sagte US-Präsident Barack Obama am Dienstag. US-Justizminister Eric Holder reiste in die betroffene Region, um mit örtlichen Staatsanwälten zu sprechen.
Die Justizbehörden hätten BP aufgefordert, alle Unterlagen zu sichern, die mit dem Unglück in Verbindung stehen, berichteten US- Medien am Dienstag. Mehrere US-Senatoren hatten das Ministerium gedrängt, die Vorfälle vor der Südküste eingehend zu untersuchen. “Wir sind zunehmend frustriert über BP, was die Transparenz angeht”, sagte ein Regierungsbeamter der “Washington Post”. Auch das Vorgehen im Kampf gegen die Ölpest geriet ins Visier der Ermittler – vor allem aus umweltrechtlichen Gründen. BP-Sprecher Andrew Gowers kündigte an, bei allen Ermittlungen “voll zu kooperieren”.
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Daumendrücken am Golf von Mexiko: BP rechnet frühestens am späten Donnerstagabend MESZ mit Klarheit, ob der jüngste Versuch im Kampf gegen die Ölpest ein Erfolg ist. Der Konzern hatte am Mittwoch um 20.00 Uhr MESZ damit begonnen, große Schlammmassen in das Bohrloch zu pumpen. Im US-Bundesstaat Louisiana sind nach offiziellen Angaben inzwischen rund 160 Kilometer Küstenlinie von anlandendem Öl betroffen.
Ob die sogenannte “Top Kill”-Methode wie erhofft das unablässig sprudelnde Öl stoppt, werde man frühestens in 24 Stunden wissen, sagte BP-Chef Tony Hayward ungefähr vier Stunden nach Beginn der Aktion im US-Fernsehen. Etwas später erklärte BP-Manager Doug Suttles, alles verlaufe soweit nach Plan. “Es ist aber noch zu früh zu sagen, ob die Aktion erfolgreich ist. In den nächsten 24 Stunden werden wir es wissen.” Er betonte allerdings, die Operation könne unter Umständen auch noch länger dauern.