Bei der Suche nach dem Auslöser der EHEC-Infektionswelle haben Gesundheitsbehörden jetzt ein Lübecker Restaurant überprüft. Insgesamt 17 Erkrankte hätten dort zwischen dem 12. und dem 14. Mai gegessen, berichteten die «Lübecker Nachrichten» (Samstagausgabe). Ein Sprecher des Kieler Gesundheitsministeriums bestätigte auf dapd-Anfrage, dass Teilnehmerinnen eines Seminars der Steuergewerkschaft nach einem Besuch in Lübeck erkrankt seien. Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts (RKI) seien inzwischen in der Hansestadt gewesen.
«Das Restaurant trifft keine Schuld, allerdings kann die Lieferantenkette möglicherweise den entscheidenden Hinweis geben, wie der Erreger in Umlauf gekommen ist», wird Werner Solbach, Mikrobiologe am Universitätsklinikum Lübeck, zitiert. mehr »
![[Food] Zoff um dreisteste Werbelüge: Hersteller attackieren Foodwatch](http://photos.techfieber.de/wp-content/uploads/2011/05/abgespeist_foodwatch_600.jpg)
Kaum hat Foodwatch am Montag die Kandidaten für den “Goldenen Windbeutel 2011″ präsentiert, laufen sich schon die Juristen und PR-Strategen warm. Noch bis Mitte Juni lässt die Berliner Organisation die Verbraucher auf der Kampagnen-Seite Abgespeist.de über die “dreisteste Werbelüge” in der Lebensmittelbranche abstimmen.
Doch nun gerät Foodwatch selbst heftig unter Beschuss – nach Danone geht nun auch der Süßwarenriese Storck zum Gegenangriff über und stellt die Unabhängigkeit der Nichtregierungsorganisation in Frage mehr »
Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel geht verloren oder wird verschwendet. Das geht aus einer von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Auftrag gegeben Studie hervor. Sie wurde am Montag in Düsseldorf anlässlich des Kongresses “Save Food” vorgestellt. Demnach verschwendet in Europa und Nordamerika jeder Mensch durchschnittlich bis zu 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr. In ärmeren Regionen wie Südostasien oder Afrika sind es bis zu elf Kilogramm.
Bei dem Kongress am Montag und Dienstag in Düsseldorf wollen sich Experten über das Problem der globalen Nahrungsmittelverluste austauschen. Erwartet werden unter anderem Bundesernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) und Umweltexperte Klaus Töpfer. mehr »
Zum Schutz vor radioaktiven Lebensmitteln aus Japan haben Bund und Länder ihre Vorsichtsmaßnahmen verstärkt. Vor allem bei Fisch und Fischerzeugnissen solle die Strahlenbelastung überprüft werden, teilte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch mit. Die Bundesländer hätten die nötigen Maßnahmen eingeleitet, der Bund sammle alle Messergebnisse. “Die deutschen Behörden bleiben sehr wachsam, vor allem was mögliche Importe aus der Krisenregion betrifft”, sagte Aigner. Das Ministerium sprach von umfangreichen Vorkehrungen, um zu verhindern, dass radioaktiv verseuchte Lebensmittel nach Deutschland kommen.
Aigner sieht derzeit keine Gefahren für Verbraucher. Fachleute untersuchen im Auftrag des Ministeriums derzeit die Radioaktivität von Fischen und Fischprodukten. mehr »

Die Fleischproduktion in Deutschland ist im ersten Quartal dieses Jahres um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Insgesamt wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge damit knapp zwei Millionen Tonnen Fleisch gewerblich erzeugt. Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 waren das 63.500 Tonnen mehr. Dabei wurde der größte Teil dieses Zuwachses durch die deutlich höhere Geflügelfleischproduktion erzielt. Die Erzeugung von Geflügelfleisch stieg im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 12,6 Prozent oder knapp 38.000 Tonnen auf insgesamt 338.500 Tonnen. mehr »

Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1000 Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an.
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Das Milchgetränk «Monte Drink» der Firma Zott hat am Freitag den «Goldenen Windbeutel 2010» für die dreisteste Werbelüge des Jahres bekommen.
Das Unternehmen bewerbe «eine Zuckerbombe wie eine gesunde ‘Zwischenmahlzeit’ für Kinder», sagte die Leiterin der foodwatch-Kampagne «abgespeist.de», Anne Markwardt, in Berlin.
«Mehr Zucker als Cola und doppelt so viele Kalorien wie Fanta – da lässt sich nichts gesundwerben», fügte sie hinzu.
An der Online-Abstimmung der Verbraucherinitiative hatten 81 451 Konsumenten teilgenommen, 37,5 Prozent davon schimpften auf das Zott-Getränk.
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Die Deutschen essen immer mehr Tiefkühlkost. Im vergangenen Jahr sei der Absatz der Tiefkühlbranche um 0,7 Prozent auf 3,22 Millionen Tonnen gestiegen, sagte der Vorsitzende des Deutschen Tiefkühlinstituts in Köln, Udo Perenz der Nachrichtenagentur ddp. Der Pro-Kopf-Verbrauch habe sich gleichzeitig um 300 Gramm auf 39,3 Kilogramm erhöht.
Besonders beliebt seien bei den Verbrauchern Tiefkühlpizzen und andere Fertiggerichte gewesen, sagte Perenz. Zugelegt habe im Lebensmitteleinzelhandel zudem der Absatz von Backwaren und Snacks. Leicht rückläufig sei dort hingegen der Absatz von Tiefkühl-Fisch und – Gemüse gewesen.
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Etwa jedes dritte Ei in Deutschland kommt nicht von heimischen Hennen. Damit stammen immer mehr der hierzulande verspeisten Eier aus dem Ausland, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 2009 wurden 7 Milliarden Eier im Wert von 540,7 Millionen Euro aus dem Ausland eingeführt, rund eine Milliarde Eier oder 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bundesverband Deutsches Ei prognostizierte für 2009 einen Pro-Kopf-Verbrauch von 214 Eiern.
Die deutliche Zunahme an Importen ist den Statistikern zufolge auf den Rückgang der Eierproduktion in Deutschland im vergangenen Jahr zurückzuführen. mehr »

Was biodynamische Winzer tun, klingt oftmals merkwürdig: Sie pflanzen Reben nach dem Mondkalender und vergraben Kuhhörner mit Mist an einer Weinbergsecke. Eine wachsende Anzahl von Betrieben in Deutschland betreibt die besondere Spielart des ökologischen Weinbaus – selbst Spitzenbetriebe wie der des Präsidenten des Verbandes der Prädikatsweingüter (VDP), Steffen Christmann. «Wir sind keine blauäugigen Träumer», sagt Christmann. Die Biodynamik helfe ihm dabei, gute, ausdrucksstarke Weine zu produzieren.
Der Anthroposophie zufolge enthält der in dem Horn vergrabene Mist nämlich mehr bakteriologische Aktivitäten als gewöhnlicher Mist, was auf die Pflanzen im Weinberg belebend wirken soll. Von dem so gewonnenen Mist werden dann 100 bis 150 Gramm eine Stunde lang in 60 bis 70 Liter lauwarmes Wasser eingerührt und so zu Dünger verarbeitet, «Kuhkiesel» genannt.
Der Hornmist wirke wirklich, beteuert Christmann, der Boden sei tatsächlich lebendiger und fruchtbarer. Auch helfe der Kuhkiesel den Pflanzen in der Reifezeit im Herbst. Homöopathische Dosen von Wirkstoffen reichten aus, der Pflanze die Information zu Wachstum und Reife zu übermitteln. mehr »

PR-Debakel und kein Ende: Der Food-Riese Nestlé bringt jetzt auch noch seine eigenen Fans gegen sich auf. Während die Umweltschutzorganisation Greenpeace (wie berichtet) ihre Kampagne gegen den Nahrungsmittel-Riesen mit einem ekligen Video-Clip im Internet unbeirrt fortführt, bringt Nestlé mit seiner rigiden Kommunikationspolitik im Internet nun anscheinend auch noch die eigenen Anhänger gegen sich auf.
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Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) wegen der Kennzeichnung für Lebensmittel «eine unerträgliche Desinformationskampagne» vorgeworfen. Der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montagausgabe) sagte Foodwatch-Sprecher Martin Rücker, «man könnte das Agieren von Frau Aigner verstehen, wenn sie die oberste Industrie-Lobbyistin wäre, aber nicht Verbraucherministerin.»
Aigner hatte in einem Zeitungsinterview das Aus für die sogenannte Ampelkennzeichnung auf EU-Ebene verkündet. Die EU-Kommission stehe dem Modell kritisch gegenüber und werde es deshalb nicht vorschlagen. «Auch die meisten Verbraucher wissen, dass eine so pauschale Farbeinteilung nicht funktioniert», wurde die Ministerin weiter zitiert. Diese Behauptung nannte der Foodwatch-Sprecher in der Zeitung «geradezu unverschämt dreist.» mehr »