Insgesamt 32 Gasversorger erhöhen Juli, August und September ihre überregionalen Tarife, darunter auch die Energieriesen RWE und E.on. Das geht aus Untersuchungen der Vergleichsportale Check24 sowie Verivox hervor, die der Tageszeitung “Die Welt” (Montagausgabe) vorliegen.
Nach Berechnungen von Check24 steigen die Preise im Schnitt um sieben Prozent – für einen Vier-Personen-Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden bedeutet das ein Plus von 91 Euro im Jahr. In der Spitze steigen die Preise gar um fast 16 Prozent – für besagten Durchschnittshaushalt bedeutet das 190 Euro mehr auf der Gasrechung. mehr »
Das Atom-Moratorium der Bundesregierung und die beschlossene Stilllegung von Kernkraftwerken sind offenbar kein Grund für Strompreiserhöhungen. Dies geht aus einer neuen Studie der grünen Bundestagsfraktion hervor, über die die “Saarbrücker Zeitung” berichtet.
Demnach sind gestiegene Beschaffungskosten durch die Abschaltung von Atommeilern kein Argument für einen Preisanstieg. Denn die Konzerne hätten den Stromeinkauf im Großhandel für das laufende Jahr bereits vor dem Atom-Moratorium abgewickelt. Außerdem würden für 2011 und 2012 “preiserhöhende Faktoren durch preissenkende Einflüsse nahezu exakt kompensiert”. mehr »
Das Bundeskartellamt rechnet mit steigenden Strompreisen durch die Energiewende der Bundesregierung. “Die Märkte rechnen mit einer Strompreiserhöhung – und sie wissen es am besten”, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der “Rheinischen Post” (Samstagausgabe). “Die Märkte sprechen schon jetzt eine deutliche Sprache”, so Mundt. An der Strombörse seien die Preise bereits um zehn Prozent gestiegen, nachdem die Regierung ihr Atom-Moratorium verhängt habe. “Der Preis ist auch nicht wieder zurückgegangen”, sagte Mundt.
Für seine Wasser- und Abwasserrechnung hat ein deutscher Modellhaushalt mit einem jährlichen Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern im Jahr 2010 im Bundesdurchschnitt 440,99 Euro gezahlt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entspricht dies einem Betrag von 1,21 Euro pro Tag. Gegenüber dem Vorjahr sind die jährlichen Kosten um 8,78 Euro oder 2 Prozent gestiegen. 197,60 Euro der kombinierten Wasserkosten entfielen auf die Trinkwasserrechnung, die Abwasserkosten lagen bei 243,39 Euro. mehr »

Die Stromkosten für deutsche Verbraucher steigen und steigen: Ein dreiköpfiger Musterhaushalt muss 2011 mit einer durchschnittlichen Strom-Monatsrechnung von 72,77 Euro rechnen. Das sind 3,67 Euro oder rund 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte. «Der Preistreiber ist die Politik», sagte Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller am Montag auf der Hannover Messe. 46 Prozent des Preises sind nach ihren Angaben Steuern und Abgaben.
Seit dem Jahr 2000, als der Strompreis nach der Marktliberalisierung einen Tiefpunkt erreicht hatte, ist der Endverbraucherpreis damit um 79 Prozent gestiegen. Damals zahlte ein Dreipersonenhaushalt 40,66 Euro im Monat. Seit 2000 ist der Strom jedes Jahr teurer geworden. Laut Verband entfielen im Jahr 2000 25,15 Euro pro Monat auf die Stromerzeugung, Transport und Vertrieb. Im Jahr 2011 sind es 39,58 Euro. mehr »
Es ist bemerkenswert, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bürger jetzt schon auf steigende Strompreise vorbereitet. “Tendenziell bedeutet jede Verknappung natürlich auch, dass das auf den Preis einen Einfluss haben kann”, sagt sie. Aber es ist noch gar nicht ausgemacht, dass es in den drei Monaten, in denen nur noch neun statt 17 möglichen Atomkraftwerken Strom produzieren, dazu kommen muss.
Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, betont mit Blick auf Preissprünge an der Leipziger Strombörse EEX: “Kurzfristige Erhöhungen des Börsenpreises müssen sich nicht zwangsläufig sofort in steigenden Stromrechnungen für die Haushalte niederschlagen, weil sie im Rahmen der langfristigen Beschaffung ausgeglichen werden können.” mehr »
Die Bundesregierung will Medien-Berichten zufolge in Zukunft verschärft gegen Preistreiberei auf dem Strommarkt vorgehen. Dazu solle eine sogenannte Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt eingerichtet werden, meldete der «Spiegel» am Samstag vorab. Die neue Einheit solle Insider-Geschäfte und Manipulationen auf dem Großhandelsmarkt für Strom und Gas aufdecken und so den Wettbewerb stärken.
Stelle die Markttransparenzstelle Rechtsverstöße etwa gegen das Kartell-, Finanzmarkt- oder Börsenrecht fest, sollen die zuständigen Fachbehörden mehr »

Die spanische Regierung will die Zuschüsse beim Bau von Solarstromanlagen zum Teil drastisch senken. Das Industrieministerium in Madrid teilte am Sonntag mit, man habe der Nationalen Energiekommission eine entsprechende Kürzungsliste übermittelt. Technischer Fortschritt habe die Kosten für Solarstrom deutlich verringert, hieß es zur Begründung.
Nach dem Regierungsvorschlag sollen Zuschüsse für Freiflächen-Solaranlagen um bis zu 45 Prozent sinken. Für großflächige Solaranlagen auf dem Dach sollen die Zuschüsse um bis zu 25 Prozent, für kleine Dachanlagen um bis zu 5 Prozent gekappt werden. Ab wann die Förderkürzungen in Kraft treten, blieb am Wochenende unklar. mehr »

Getrieben von den hohen Energie-Kosten sind die Verbraucherpreise im Mai auf Jahressicht um 1,2 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt heute morgen mit bestätigte damit seine erste Schätzung. Im April hatte der Preisauftrieb bei 1,0 und im März bei 1,1 Prozent gelegen. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Mai den Angaben zufolge bei 0,8 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat belief sich die Inflationsrate im Mai auf 0,1 Prozent.
Wie die Behörde weiter mitteilte, stiegen die Energiepreise binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent. Damit habe sich der seit März andauernde Anstieg fortgesetzt. Besonders deutlich sei die Erhöhung bei Mineralölprodukten ausgefallen, die sich um Mai um 17,9 Prozent verteuert hätten. Im selben Zeitraum hätten die Strompreise um 2,9 Prozent zugelegt. Dagegen habe sich Gas um 9,3 Prozent, und die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme um 12,0 Prozent verbilligt.
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Der Energiekonzern RWE hat im ersten Quartal den Gewinn dank einer höheren Energienachfrage stärker gesteigert als erwartet. Auch die erstmalige Einbeziehung des niederländischen Versorgers Essent trug zum Wachstum bei. Der Essener DAX-Konzern bekräftigte am Mittwoch seine Prognose eines deutlichen Ergebniszuwachses im Gesamtjahr.
Der Umsatz erhöhte sich um 5 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um knapp 16 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Beim Betriebsergebnis wies RWE ein Wachstum von 14 Prozent auf 3 Milliarden Euro auf. mehr »
Der Vorstandsvorsitzende des Berliner Solarunternehmens Solon, Stefan Säuberlich, hat die von der Bundesregierung geplanteKürzung der Solarförderung kritisiert. “Auf einen Schlag einer Branche 16Prozent der Einnahmen zu entziehen, führt am Ziel vorbei”, sagte Säuberlich dem Berliner “Tagesspiegel” (Montag). Der Einschnitt könnte dazu führen, dassdeutsche Unternehmen nach Jahren der Technologieführerschaft geschluckt würden.”Der Markt dürfte weiterleben, dann allerdings kontrolliert von Chinesen und Taiwanesen”, sagte Säuberlich.
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Die Europäische Energiebörse EEX schüttet für das Geschäftsjahr 2009 erstmals eine Dividende aus. Die Ausschüttung liege bei sechs Millionen Euro, sagte EEX-Chef Hans-Bernd Menzel am Mittwoch in Leipzig. Dies sei möglich geworden, nachdem die EEX ihre Verlustvorträge aus den vergangenen Jahren jetzt vollständig abgebaut habe. Für das laufende Jahr stellt die Börse eine Dividende in ähnlicher Höhe in Aussicht.
Die Anteilseigner bekommen insgesamt sechs Millionen Euro, wie EEX-Chef Hans-Bernd Menzel am Mittwoch in Leipzig sagte.
Dies sei möglich geworden, nachdem die EEX ihre Verlustvorträge aus den vergangenen Jahren jetzt vollständig abgebaut habe. Einer der Hauptprofiteure der Dividende ist die Landesbank Baden Württemberg (LBBW), die einen Anteil mehr »