Insgesamt 32 Gasversorger erhöhen Juli, August und September ihre überregionalen Tarife, darunter auch die Energieriesen RWE und E.on. Das geht aus Untersuchungen der Vergleichsportale Check24 sowie Verivox hervor, die der Tageszeitung “Die Welt” (Montagausgabe) vorliegen.
Nach Berechnungen von Check24 steigen die Preise im Schnitt um sieben Prozent – für einen Vier-Personen-Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden bedeutet das ein Plus von 91 Euro im Jahr. In der Spitze steigen die Preise gar um fast 16 Prozent – für besagten Durchschnittshaushalt bedeutet das 190 Euro mehr auf der Gasrechung. mehr »
Die Energieversorger wollen nach Informationen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” rund 15 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg einklagen. Allein Eon beziffere seinen Schaden durch die Energiewende in seiner Verfassungsbeschwerde auf mindestens acht Milliarden Euro, berichtete das Blatt in seiner Mittwochsausgabe.
Demnach will der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts noch in dieser Woche die Beschwerde des Stromerzeugers an die Bundesregierung, den Bundestag sowie an 63 weitere Institutionen zur Stellungnahme verschicken – vom Bundesverband der Deutschen Industrie bis hin zur Umweltschutzorganisation Greenpeace. mehr »
Eon-Chef Johannes Teyssen fordert einen neuen Ordnungsrahmen für die Energiewende. “Die Energiewende ist als langfristiges Ziel durchaus richtig. Mir fehlt aber eine sinnvolle Ordnungspolitik für den Energiemarkt. Und deshalb ist der Kurs, den wir derzeit verfolgen, sehr teuer”, sagte Teyssen im Gespräch mit dem “Handelsblatt”. Technisch sei der Atomausstieg zu bewältigen.
“Es geht aber darum, dass der Strom für Verbraucher und Industrie bezahlbar und dass unsere Energieversorgung sicher bleibt. Und da bin ich skeptisch”, sagte der Eon-Chef. mehr »

Eon will in Großbritannien statt in Kernkraftwerke lieber in grüne Technologien investieren. “Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Investitionen in Erneuerbare, dezentrale Erzeugung und Energieeffizienz attraktiver sind – für uns ebenso wie für unsere britischen Kunden”, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen im Gespräch mit dem “Handelsblatt”.
Der Konzern hatte zuvor bekannt gegeben, das gemeinsam mit RWE betriebene Joint Venture Horizon Nuclear Power, das in Großbritannien den Neubau von vier bis sechs Kernkraftwerken plante, aufzugeben und zum Verkauf zu stellen. Bei der Entscheidung in Großbritannien sei es nicht um die Frage gegangen, ob sich die Investitionen in neue Kernkraftwerke am Ende rechnen, sagte Teyssen. mehr »
Im Streit mit der Bundesregierung um die Kosten des Atomausstiegs kündigt der Energiekonzern Eon Milliardenforderungen an. “Wir müssen entschädigt werden. Dafür schaffen wir mit der Verfassungsklage die Grundlage”, erklärte Vorstandschef Johannes Teyssen (Foto oben) in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”.
Dabei will sein Unternehmen hohe Summen: “Wir reden über substantielle wirtschaftliche Interessen. Es wird um einige Milliarden Euro Schadenersatz gehen”, sagte Teyssen weiter. Auch gegen die Brennelementesteuer geht der Konzern vor und sieht große Chancen die Transfers zu kippen. “Ich bin zuversichtlich, dass wir die Steuer mit einigen Prozent Zinsen zurückbekommen.” mehr »
Der größte deutsche Strom- und Gaskonzern Eon hat in den ersten drei Monaten wie erwartet einen deutlichen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Gründe sind vor allem ein schwaches Ergebnis im Stromhandel und Verluste im Gasgeschäft. Zudem kürzte die Gesellschaft die Prognose für 2011, begründete dies aber im Wesentlichen mit dem im April abgeschlossenen Verkauf des britischen Stromnetzes. Wie Eon am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, ging der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjustet EBITDA) um 23 Prozent zurück auf 3,47 Milliarden Euro. Abschreibungen mit eingerechnet (adj. EBIT) fiel der Rückgang mit minus 28 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro noch deutlicher aus. mehr »
Eon-Chef Johannes Teyssen (Foto) will in Kürze über eine Klage gegen die Brennelementesteuer entscheiden. “Es spricht manches für eine Klage”, sagte Teyssen der “Wirtschaftswoche”. Die erste Zahlung der Brennelementesteuer würde für Eon fällig, wenn Ende Mai das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld nach seiner planmäßigen Revision mit neuen Brennelementen wieder in Betrieb geht. “Ich werde Ende Mai die Entscheidung treffen, die ich treffen muss”, sagte Teyssen.
Der Eon-Chef will die Entscheidung auch davon abhängig machen, wie es mit der Atomkraft nach Ablauf des Moratoriums weitergeht. Er müsse erst die Diskussion in Berlin abwarten. Vielleicht sei eine Klage auch nicht nötig: “Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand die Brennelementesteuer noch verteidigen will, wenn es keine Laufzeitenverlängerung mehr gäbe. mehr »
Obwohl sieben Kernkraftwerke stillstehen und fünf weitere Reaktoren im Mai für Wartungsarbeiten vom Netz getrennt werden, wollen die Energieversorger laut «Berliner Zeitung» (Dienstagausgabe) ihre eingemotteten fossilen Kraftwerke nicht in Betrieb nehmen. Danach befinden sich derzeit sechs Kraftwerksblöcke in sogenannter Kaltreserve, ein weiterer ist aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschaltet. Diese Gas- und Kohlekraftwerke sind nicht produktionsbereit, jedoch grundsätzlich funktionsfähig.
Nach Ansicht von Thorsten Lenck vom unabhängigen Analysedienst Energy Brainpool zeigt dies, dass die Energiekonzerne keine Versorgungsengpässe befürchten.
Beim Energiekonzern E.ON (Foto oben Eon-Ceo Johannes Teyssen), der das Gaskraftwerk Irsching 2 in Bayern und das Kohlekraftwerk Staudinger 2 in Hessen reaktivieren könnte, hieß es auf Anfrage der Zeitung: «Wir planen keine Änderungen in der Betriebsart unserer Kraftwerke.» mehr »
![[Atomkraft] Schützenhilfe für RWE: Nun plant auch Energie-Riese Eon Klage wegen AKW-Abschaltungen](http://photos.techfieber.de/wp-content/uploads/2011/04/enbw_zentrale__pr.jpg)
Der Energiekonzern Eon erwägt einem Zeitungsbericht zufolge nun doch rechtliche Schritte gegen das Atommoratorium. Der Vorstand lasse gründlich eine Klage gegen die Brennelemente-Steuer prüfen, berichtet die “Rheinische Post” am Donnerstag unter Berufung auf Konzernkreise. Konkret gehe es dabei um das Atomkraftwerk im bayerischen Grafenrheinfeld, das seit Ende März wegen Wartungsarbeiten vom Netz ist und voraussichtlich im Juni wieder angefahren werden soll. Sobald hier die Brennstäbe angebrannt werden, wird laut Gesetz die Brennelemente-Steuer fällig. mehr »
Der deutsche Photovoltaik-Riese Phoenix Solar errichtet in Italien zwei Solarkraftwerke mit insgesamt 8,9 Megawatt Spitzenleistung für den Stromversorger E.ON <EOA.ETR>. Phoenix Solar ist bei den Projekten in der Nähe von Taranto in Apulien und in der Nähe von Alessandria im Piemont für Planung und Bau der Photovoltaikanlagen verantwortlich, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Eingesetzt werden kristalline Solarmodule, die von E.ON beigestellt werden. mehr »
Deutsche Stromkonzerne erwirtschaften trotz Krise Rekordgewinne. Die “Frankfurter Rundschau” berichtet heute morgen vorab unter Berufung auf eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes im Auftrag der Grünen, die drei Konzerne E.ON, RWE und EnBW hätten allein 2009 zusammen 23 Milliarden Euro Profit eingefahren. Seit 2002 hätten sie mehr als 100 Milliarden Euro Gewinn erzielt. In diesem Zeitraum hätten sich die Erträge versiebenfacht.
2010 hätten die Unternehmen im ersten Halbjahr 15 Milliarden Euro Gewinn erzielt, schrieb das Blatt. RWE, das die Gewinne der Stromerzeugung getrennt benennt, erreiche eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 26,6 Prozent. Zusätzlich könnten die drei Energiekonzerne durch die Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke mit Einnahmen von 70 Milliarden Euro rechnen. mehr »
Die von der Atomwirtschaft ins Gespräch gebrachte Zahlung von bis zu 30 Milliarden Euro könnte schon in den kommenden Jahren an den Bund fließen. Die Branche biete der Bundesregierung eine so genannte Bond-Lösung an, schreibt die in Düsseldorf erscheinende «Rheinische Post» (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise. Demnach könnten die Betreiber der Atomkraftwerke (AKW) Anleihen auf die zu erwartenden Zusatzgewinne begeben, wenn die Laufzeiten verlängert würden.
Die Anleihen könnten von der Staatsbank KfW abgesichert werden, hieß es. Die vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall verhandeln derzeit mit dem Bundesfinanzministerium über die Abschöpfung der Zusatzgewinne bei einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten. mehr »