Nach den Milliardenausgaben für die Bekämpfung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der britische Energiekonzern BP wieder Gewinne verzeichnet. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wurde im dritten Quartal 2010 trotz zusätzlichen Kosten für die Ölpest in Höhe von 7,7 Milliarden US-Dollar ein Gewinn von 1,8 Milliarden US-Dollar eingefahren.
Im zweiten Quartal 2010 musste noch ein Verlust in Höhe von 17 Milliarden Dollar hingenommen werden. Im Vorjahresquartal hatte BP noch einen Gewinn von fünf Milliarden Dollar verzeichnet.
ari/dts
Der Ölkonzern BP veröffentlicht heute (Mittwoch/13.00 Uhr) seinen internen Untersuchungsbericht zu den Ursachen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Das teilte die britische Firma in London mit.
Am 20. April war eine Bohrinsel des Konzerns vor der Südküste der USA explodiert. Erst in dieser Woche, nach viereinhalb Monaten, soll das Leck in der Ölquelle dauerhaft versiegelt werden. Die Beseitigung der Ölpest hat BP bislang nach eigenen Angaben rund acht Milliarden Dollar gekostet.
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Brad Pitt würde die Todesstrafe für die Verantwortlichen des Öllecks im Golf von Mexiko erwägen. Das berichtet die britische Zeitung “Daily Mail”. In einer Dokumentation über Pitts “Make it Right”-Projekt, das in New Orleans 150 bezahlbare und umweltverträgliche Häuser baut, nachdem die Stadt 2005 von “Hurricane Katrina” schwer verwüstet worden war, sagte der 46-Jährige:
“Ich war vorher nie für die Todesstrafe – jetzt bin ich bereit nochmal darüber nachzudenken.” mehr »
Der BP-Konzern muss nach dem Willen der US-Regierung einen Nebenzugang zu der Ölquelle im Golf von Mexiko fertigstellen, mit dem das Bohrloch endgültig versiegelt werden soll. “Die Entlastungsbohrung wird abgeschlossen werden. Wir werden die Quelle schließen”, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, am Freitag. Es werde aber noch diskutiert, wie man dabei vorgehen wolle, um Risiken zu vermeiden.
Zuvor war fraglich geworden, ob der sogenannte “Bottom Kill” überhaupt noch notwendig ist. Bei diesem Manöver werden durch einen Nebenzugang, rund 4.000 Meter tief im Meeresboden, Schlamm und Zement gepumpt. mehr »
Der scheidende Chef des britischen Mineralöl-Riesen BP, Tony Hayward, wird zum Board of Directors des russisch-britischen Ölförderers TNK-BP gehören. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur “Ria Novosti”. Hayward habe dies selbst am Mittwoch in Moskau bei einem Treffen mit Russlands Vizeregierungschef Igor Setschin mitgeteilt. Mit dabei war auch Haywards Nachfolger Robert Dudley, der das Amt als BP-Chef zum 1. Oktober übernehmen wird. “Wir bekräftigen, dass sich unsere Beziehungen weiter entwickeln werden. Ich werde im Board of Directors von TNK-BP aktiv sein und zur Festigung unserer Beziehungen zu Russland beitragen”, sagte Hayward. mehr »

Nun ist es so also endlich so weit: BP hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mit der endgültigen Versiegelung des Öllecks im Golf von Mexiko begonnen. Bei dem Manöver wird zunächst schwerer Schlamm von oben ins Bohrloch am Meeresboden gepumpt, in einer zweiten Phase dann Zement. Damit sollen das Öl und Gas im Loch in ihr Reservoir zurückgedrängt werden. Das Leck ist bereits seit dem 15. Juli mit einem provisorischen Deckel abgedichtet, seitdem strömt kein Öl mehr ins Wasser.
[Update 7:12 Uhr] Die weltweit mit Spannung erwartete Operation “Static Kill” lief am Dienstagnachmittag (Ortszeit/22.00 Uhr MESZ) an: In einem ersten Schritt wurde schwerer Schlamm in die Steigleitung im Meeresboden gepumpt. Danach soll Zement in die Öffnung gepresst werden. mehr »

Nach zum Teil extremen Umsatzeinbußen und Schäden durch Vandalismus wird unter den Betreibern von BP-Tankstellen in den USA einem Pressebericht zufolge der Ruf nach einem anderen Markennamen lauter. Immer mehr Tankstellenbetreiber forderten eine Rückkehr zum alten Namen und Logo Amoco, um wieder mehr Kunden anzuziehen und ihr Image aufzubessern, sagte der Chef des US-Händlerverbandes für die BP-Tankstellen, John Kleine, der britischen Zeitung “Sunday Telegraph”.
BP war 1998 mit dem US-Ölkonzern Amoco zusammengegangen und hatte die Marke an den Zapfsäulen danach durch das BP-Logo ausgetauscht. mehr »

Die letzten geplanten Manöver im Kampf gegen das Ölleck im Golf von Mexiko werden wohl um einen Tag verschoben. Die von Experten “Static Kill” genannten Aktion, bei der Schlamm und Zement in das Bohrloch von oben gepresst wird, müsse wahrscheinlich auf Dienstag verlegt werden, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, am Freitag. Zunächst war Sonntagabend (Ortszeit) oder Montag als Termin angepeilt worden.
Als Grund nannte Allen, dass sich unerwartet Gestein in der Entlastungsbohrung gefunden habe. Das müsse zunächst beseitigt werden. Dies dauere voraussichtlich 24 Stunden. mehr »
Der scheidende BP-Chef Tony Hayward muss sich um seine finanzielle Zukunft keine Sorgen machen. Der Ölkonzern verabschiedet ihn mit einem goldenen Händedruck. Zunächst einmal bekommt er noch ein Jahresgehalt in Höhe von 1,045 Millionen Pfund (1,246 Mio Euro). Anschließend beträgt seine Rente 600 000 Pfund (715 000 Euro) jährlich. Außerdem hat er noch Aktienoptionen, deren Wert von BPs künftiger Entwicklung abhängt.
Dies erinnert die Briten an Sir Fred Goodwin, den ehemaligen Chef der Royal Bank of Scotland (Royal Bank of Scotland (RBS), die die Finanzkrise ohne massive staatliche Hilfe nicht überlebt hätte. Dennoch verließ Goodwin das Unternehmen mit einer Rente von sogar 700 000 Pfund (835 000 Euro). Die daraufhin einsetzende Kritik der Medien wie auch des damaligen Premierministers Gordon Brown bewegte ihn dazu, auf die Hälfte zu verzichten. mehr »
Der britische Ölkonzern BP hat Berichte über einen bevorstehenden Rücktritt seine Vorstandsvorsitzenden Tony Hayward nicht dementiert. Das Unternehmen habe entsprechende “Spekulationen” der Medien vom Wochenende registriert, teilte BP auf seiner Homepage mit. Es sei noch keine “endgültige Entscheidung” über das Top-Management getroffen worden. Der Aufsichtsrat werde am Abend zusammenkommen und beraten. Eine Entscheidung werde verkündet, sobald dies angebracht sei. Der wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko angeschlagene Konzern legt an diesem Dienstag seine Quartalszahlen vor.
Verschiedene Medien hatten am Wochenende berichtet, dass der heftig kritisierte Hayward gut drei Monate nach Beginn der Katastrophe seinen Hut nehme. mehr »

Nach der Ölpest im Golf von Mexiko will der Energiekonzern BP die nächste Tiefseebohrung im Mittelmeer vor der Küste Libyens starten. “Die Bohrungen werden in wenigen Wochen beginnen”, sagte BP-Sprecher David Nicholas am Samstag der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der “Financial Times”. Die Quelle soll spätestens in einem halben Jahr erschlossen sein. In dem Feld soll es große Mengen Erdöl und bis zu 850 Millionen Kubikmeter Erdgas geben. Der Energiekonzern wies Sicherheitsbedenken über die neue Tiefseebohrung zurück.
Die Bohrung erfolgt in der Mittelmeerbucht Große Syrte. Etwa 200 Kilometer westlich der Hafenstadt Bengasi liegt die Quelle in rund 1750 Metern Tiefe. Damit wird dort 250 Meter tiefer nach den beiden Energierohstoffen gebohrt als bei der Tiefseebohrung im Golf von Mexiko. In dem Randmeer löste die Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” am 20. April mit elf Toten die andauernde Ölpest aus, die größte Naturkatastrophe vor der US-Küste. mehr »

Im Kampf gegen die Ölpest vor der US-Küste gibt es neue Probleme. Die US-Regierung wies am Sonntagabend (Ortszeit) auf ein Leck in der Nähe des Bohrlochs hin. Zudem sprach Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung, von “unbestimmten Anomalitäten” am Bohrloch. Er forderte BP in einem Schreiben auf, ihm innerhalb von Stunden Bericht zu erstatten.
Ein BP-Sprecher sagte, er wisse nichts von dem Leck, meldete der TV-Sender CNN. Kurz zuvor hatte BP entscheidende Erfolge gemeldet. Seit gut drei Tagen fließe kein Öl mehr aus dem Leck in der Tiefe, ein meterhoher Zylinder habe die Ölfontäne zum Versiegen gebracht.
Es war dies ein erster entscheidender Fortschritt seit dem Beginn der Ölkatastrophe vor drei Monaten. mehr »