![[Atomkraft] Atomares Endlager: Areva-Boss fordert rasches Handeln](http://photos.techfieber.de/wp-content/uploads/2011/04/akw-atomkraft_radioaktiv_4_ccf_gruene_bawue_k.jpg)
Der Deutschland-Chef des nukleartechnischen Konzerns Areva drängt auf eine rasche Entscheidung über ein atomares Endlager. “Die Endlager-Frage hat für die Branche in Deutschland die größte Priorität”, sagt Stefan vom Scheidt der “Welt am Sonntag”: “Ein neues Geschäftsfeld in Deutschland wird natürlich der Rückbau der Kernkraftwerke sein”, sagte vom Scheidt.
Die Entscheidung, Kernkraftwerke stillzulegen, sei kein Endpunkt. “Deswegen ist es schon sehr wichtig für uns und die Betreiber, dass die Politik klar sagt, wann der Rückbau beginnen kann. Schließlich müssen auch unsere Mitarbeiter eine Perspektive haben.” mehr »

Der ehemalige BASF-Chef Jürgen Hambrecht zweifelt, ob der Atomausstieg bis 2022 gelingt, und hat eine Verlängerung der Laufzeiten einzelner Atomkraftwerke ins Spiel gebracht. “Wenn wir demnächst fest stellen, dass uns die Wende nicht so schnell gelingt, wie wir das dachten, muss es eine Anpassung geben”, sagte Hambrecht in einem Interview des Nachrichtenmagazins “Focus”. mehr »

Der Münchner Siemens-Konzern verabschiedet sich komplett aus dem Atomgeschäft. Das erklärt Unternehmenschef Peter Löscher in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin “Der Spiegel”. “Das Kapitel ist für uns abgeschlossen”, bekräftigt Löscher gegenüber dem Blatt. Die Entscheidung, sagte der Siemens-Chef, sei die “Antwort” seines Unternehmen “auf die klare Positionierung von Gesellschaft und Politik in Deutschland zum Ausstieg aus der Kernenergie” nach der Atomkatastrophe von Fukushima. mehr »
Der Energiekonzern Eon will das nach einem Transformator-Ausfall abgeschaltete Atomkraftwerk Brokdorf allein mit dem verbliebenen zweiten Stromumwandler wieder anfahren. Zuvor sollten aber Messungen zeigen, ob dieser voll funktionsfähig ist, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag. Nur unter dieser Voraussetzung werde Eon beantragen, Brokdorf mit maximal halber Leistung wieder ans Netz zu nehmen. Es sei nicht ungewöhnlich, ein Kraftwerk mit nur einem Transformator zu fahren, ein Beispiel sei der Atommeiler Unterweser. Die Ergebnisse des Messprogramms dürften voraussichtlich in der nächsten Woche vorliegen. mehr »
Deutschland hat bei einer Fukushima-Sonderkonferenz mit 151 Ländern in Wien weltweit verpflichtende Kontrollen von Atomkraftwerken und bindende Sicherheitsstandards gefordert. Internationale Sicherheitsanforderungen müssten nach der Atomkatastrophe in Japan überprüft werden und bräuchten einen stärker bindenden Charakter, sagte Umweltstaatssekretärin Ursula Heinen-Esser am Dienstag vor der Konferenz. mehr »
Führende Politiker von Schwarz-Gelb versuchen, die Grünen mit dem Thema Atomausstieg unter Druck zu setzen. Sie sollen dem Koalitionsmodell zustimmen.
“Ich kann verstehen, dass sie Angst vor dem Verlust ihres wichtigsten Themas haben”, sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle dem “Hamburger Abendblatt” (Montag). “Jetzt gilt es aber, aus dem Schmollwinkel herauszukommen und gesamtstaatliche Verantwortung zu übernehmen.” Die Opposition müsse “von Dagegen auf Dafür umschalten”. mehr »

Die Reihenfolge der Abschaltung der verbleibenden neun Atomkraftwerken in Deutschland ist weitgehend geklärt. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr, soll nach den acht bereits vorläufig abgeschalteten AKW als nächstes 2015 der bayerische Meiler Grafenrheinfeld den Betrieb einstellen. 2017 soll Gundremmingen B und 2019 Philippsburg II in Baden-Württemberg folgen. 2021 könnten Grohnde in Niedersachsen, Brokdorf in Schleswig-Holstein und Gundremmingen C vom Netz gehen. mehr »
![[Energiewende] Turbo-Ausstieg: Deutsche Atomkraftwerke gehen stufenweise vom Netz](http://photos.techfieber.de/wp-content/uploads/2011/03/AKW-Atomkraftwerk_Neckarwestheim_640_wikimedia_cc_-thomas_springer.jpg)
Rasche Einigung zwischen Bund und Ländern: Die 17 Atomkraftwerke in Deutschland sollen bis 2022 in klar festgelegten Stufen abgeschaltet werden. Jedem AKW werde ein “Endproduktionsdatum” zugeordnet, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Gespräch mit den Ministerpräsidenten am Freitag in Berlin. Über die dauerhafte Stilllegung der acht bereits abgeschalteten AKW hinaus wurden die Jahre 2015, 2017, 2019 und 2021 sowie 2022 vereinbart. Die zunächst in der schwarz-gelben Koalition erwogene Abschaltung vieler AKW auf einmal erst 2021/2022 lehnten die Länder ab. Eine Reserve für den Fall von Stromengpässen in den nächsten beiden Wintern soll möglichst nicht durch ein Atomkraftwerk abgedeckt werden. mehr »
Das Ende der sieben ältesten Atomkraftwerke in Deutschland scheint beschlossene Sache zu sein. Die Umweltminister von Bund und Ländern sprachen sich am Freitag einhellig dafür aus, dass die vor 1980 ans Netz gegangenen Meiler keinen Strom mehr produzieren dürfen. Damit schickten sie eine klare Botschaft nach Berlin, wo am Sonntag bei einem Treffen der Koalitionsspitzen eine Entscheidung erwartet wird. FDP-Chef Philipp Rösler möchte jedoch, “dass ein bis zwei Kraftwerke für eine gewisse Zeit im kalten Stand-by-Modus bleiben und nicht sofort rückgebaut werden”. mehr »
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann steht trotz der Atomkrise in Japan zur Kernenergie. “Wir halten daran fest, dass die deutschen Werke sicher sind”, sagte Ackermann am Donnerstag in Frankfurt. “Wir sagen auch, dass das eine Brückentechnologie ist, mit der man leben muss. Wenn man jetzt sofort aussteigt, ist das für die Energieversorgung in Deutschland und anderen Ländern schwierig.” mehr »
Als Zugeständnis für den Atomausstieg erwägt die Bundesregierung die Abschaffung der von den Energiekonzernen zu zahlende Brennelementesteuer. Das verlautete am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Berlin. Für CSU-Chef Horst Seehofer ist die Entscheidung bereits gefallen: “Die Brennelementesteuer ist unserer Auffassung nach vom Tisch”, sagte er der “Süddeutschen Zeitung”. Man könne nicht die AKW-Laufzeiten verkürzen und Öko-Investitionen verlangen und gleichzeitig die Energiekonzerne mit so einer Abgabe belasten.
Die Spitzen von Union und FDP wollen an diesem Sonntag im Kanzleramt womöglich bereits zentrale Details des Atomausstiegs vereinbaren. “Das ganze Spektrum der anstehenden Maßnahmen wird besprochen werden”, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert. Eine Entscheidung über die Steuer sei noch nicht gefallen. Die Steuer soll bis 2016 rund 2,3 Milliarden Euro jährlich aus der Besteuerung neuer Brennelemente bringen – allerdings verringern sich die Einnahmen, we mehr »
![[Atomkraft] Späte Gewissheit: Tepco bestätigt Kernschmelze in zwei weiteren Reaktoren in Fukushima](http://photos.techfieber.de/wp-content/uploads/2011/04/fukushima_akw-japan-atom-katastrophe_luftaufnahmen_tepco-video.jpg)
Im japanischen Katastrophen-Kernkraftwerk Fukushima ist es höchstwahrscheinlich schon vor Wochen in zwei weiteren Reaktorblöcken zur teilweisen Kernschmelze gekommen. Wie die Betreiberfirma Tepco am Dienstag in Tokio mitteilte, gehe man davon aus, dass sich auch in den Reaktoren zwei und drei die Brennstäbe teilweise verflüssigt haben.
Damit hätte es dann in drei der insgesamt sechs Reaktorblöcke des AKW Fukushima Daiichi eine Kernschmelze gegeben. Das Kraftwerk war am 11. März durch ein schweres Beben und einen anschließenden Tsunami stark beschädigt worden. Das Kühlsystem fiel aus. Seither tritt Radioaktivität aus. mehr »