
Wer glaubte, mit der IFA 2011 ginge das letztjährige Neuheitenthema 3D ins ruhige Tagesgeschäft über und böte nurmehr die üblichen Detailoptimierungen und Ausweitungen über die Produktpalette, sah sich etwas unsanft irritiert. Nun ist auch beim 3D ein Konzept- und Formatstreit aufgebrochen, der dem potenziellen Käufer die Wahl nicht eben leicht macht. Neben die bisher fast ausschließlich verwendete aktive Brillentechnik tritt recht energisch die passive mit Polarisationsfiltern, und Toshiba hält nun auch die brillenlose Autostereoskopie für marktreif.
Ohne Brille
Ein Massenmarkt wird von Toshiba (Bild oben) bei den konstruktionsbedingt hohen Preisen zwar nicht bedient, ein wichtiges Signal aber doch gesetzt. Die Bildschirmgröße von 55 Zoll beim 55ZL2G ist Teil der gut bekannten Strategie, Innovationen zunächst in der Oberklasse einzuführen; das Gerät basiert auf dem Aktivbrillenmodell 55ZL1G, das bereits mit 5000 Euro zu Buche schlägt.
Im Übrigen braucht man für die Autostereoskopie so viel Pixel wie möglich, die man auf einer größeren Fläche leichter unterbringen kann. Toshiba verwendet deshalb 4k, also 3.840 x 2.160 Pixel. Spezielle Miniaturlinsen auf der Bildschirmoberfläche lenken die beiden Teilbilder in die Richtung, in der die eingebaute Kamera den jeweiligen Zuschauer geortet hat und verfolgt. Weiterlesen