
Die Munich Gaming ist eine recht junge Veranstaltung, und die wechselnden Standorte zeigen auch ihre Unbehaustheit. Zum vierten Mal fand sie Ende März in München statt, diesmal im Haus der Kunst, weil zugleich der Deutsche Computerspielpreis und der Deutsche Games Award “LARA” (eine Initiative der G+J-Entertainment Media und der Zeitschrift Games-Markt) verliehen werden sollten. Dafür brauchte man den repräsentativen Rahmen der Nobeldisko P 1, die im selben Hause untergebracht ist …
Das Haus, das ja sonst nur nicht animierte Bilder aus Öl auf Leinwand oder unverrückbare Skulpturen aus Stein oder Holz statt in den Kampf ziehender Avatare beherbergt, liefert aber trotzdem keine unpassenden Assoziationen. An der Wand hingen Gemälde aus Öl auf Leinwand mit Hintergründen und Figurinen aus dem Spiel Assassins Creed, düstere Schauerromantik, zu der man bereits den schwülstigen “Soundtrack” zu hören meinte. Tatsächlich könnte man Computerspiele als Fortsetzung der Bildenden Kunst mit neuen, digitalen Mitteln verstehen, wobei die Technik eine große Rolle spielt. Weiterlesen