Gestensteuerung auf allen Glasflächen

18. März 2019 | by Jochen Siegle

Gestensteuerung auf Glasflächen durch Zeiss

Eine neue Technik verspricht Gestensteuerung auf beliebig großen Glasflächen nutzen zu können, diese zur Einblendung von Informationen oder Raumüberwachung zu verwenden.

Aus Science-Fiction-Szenarien wird Wirklichkeit: Der Optik-Spezialist Zeiss macht durchsichtige Flächen durch die Integration von winzig kleinen optischen Systemen zu smarten Scheiben, die unterschiedlichste Funktionen ermöglichen. Transparentes Glas oder Kunststoff erlaubt so etwa Gestenerkennung oder Eyetracking, kann als Bildschirm dienen und Informationen einblenden.

Anwendungsbereiche werden entsprechend im intelligenten Zuhause, in Fahrzeugen oder für Augmented Reality (AR) gesehen. In Gebäuden können Fenster durch die Zeiss-Technologie unsichtbar die Aufgabe von Sicherheitskameras in Innenräumen und Aussenbereichen übernehmen und gleichzeitg etwa Sonnenlicht filtern, die Temperatur messen und als durchsichtiges Display dienen.

Mehr als ein Fenster – Gestensteuerung Glas

Der Clou dabei: Das smarte Glas sieht nicht anders aus als herkömmliches. Die mikrostrukturierten Optiken sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

Nach Angaben von Zeiss können beliebig grosse Glasflächen mit unterschiedlichsten Funktionen versehen werden. Das smarte Glas könne in Zukunft etwa gleichzeitig beleuchten, erkennen, filtern und projizieren. Wann erste Produkte auf den Markt kommen, hat das Traditionsunternehmen noch nicht angekündigt.

Glas als Eingabegerät

Eine andere Anwendung für smartes Glas hat derweil das kalifornische Unternehmen Apple patentieren lassen. Einem vergangene Woche in den USA veröffentlichten Patentantrag zufolge arbeitet der Tech-Konzern daran, die mechanische Tastatur seiner Rechner durch ein Glaspanel zu ersetzen. Das Glas soll nicht komplett flach sein wie ein Touchscreen, sondern mit virtuellen Tasten belegt werden, die auch spürbar sind.

Damit könnte das Unternehmen das Tastaturproblem lösen, von dem Nutzer von Macbooks immer wieder berichteten. Dazu kann es kommen, wenn Staub oder kleinste Krümel sich am Rand der physischen Tasten absetzen und etwa für Hänger beim Tippen sorgen. Bei der jüngsten Generation von Apples Macbook Pro hat der Konzern deshalb bereits eine Schutzmembran integriert, die den Schmutz von der empfindlichen Mechanik fernhalten soll.

Eine Glasfläche als Tastatur liesse sich zudem flexibel per Software individuell mit Funktionen belegen und anpassen, beispielsweise für unterschiedliche Länder. Auch können Geräte ohne mechanische Tasten noch schlanker gebaut werden.

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  1. […] Touchscreen-Geräten möglich sein? Dazu wurde vor kurzem ein lesenswerter Artikel auf der Seite Techfieber veröffentlicht – schaut mal […]

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