DAB+ UKW Digitalradio: DAB+ wird UKW ablösen

27. Februar 2019 | by TechFieber Redaktion

DAB+ wird UKW

Keine Frage: DAB+ wird das neue UKW in Digitalradio-Form darüber sind sich die Experten in der CE-Branche einig. Die Hörfunkausbreitung über Ultrakurzwelle (UKW) feiert 70. Geburtstag: Am 28. Februar 1949 ging der erste UKW-Sender Deutschlands in München Freimann auf Sendung. Einen Tag später folgte ein UKW-Sender in Hannover.

Weitere DAB+ UKW Digitalradio kamen in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Kassel, Nürnberg, Würzburg und Köln dazu, so dass bereits Ende April 1950 rund 40 Prozent der Rundfunk-Hörer die Möglichkeit hatten, UKW-Sender zu empfangen.

DAB+ UKW Digitalradio ist die Zukunft

Die Ultrakurzwelle bescherte dem Radio einen Qualitätssprung mit deutlich besserer Klang-qualität. Die UKW-Übertragung verwendet die so genannte Frequenzmodulation (FM). Sie verbreitet die Radiosignale mit weniger Störungen und besserem Frequenzgang als die bis dahin auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle verwendete Amplituden-Modulation (AM).

Aller technischen Weiterentwicklung zum Trotz ist die analoge UKW-Übertragung inzwischen ein Auslaufmodell. Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es bereits digitales Radio – terrestrisch, über Satellit und im Kabel. In den letzten Jahren wurde auch die digitale Hörfunk-Verbreitung über das Internet immer beliebter. Ein wachsendes Angebot Internet-tauglicher Empfänger bringt tausende von Radiostationen aus aller Welt zu Gehör. Am 1. August 2011 gingen erstmals deutschlandweit Programme nach dem neuen Digitalstandard DAB+ auf Sendung.

Effizientere Ton-Kodierung nei DAB+ UKW Digitalradio

Das Übertragungsverfahren DAB+ arbeitet mit einer moderneren, effizienteren Ton-Kodierung als das Vorläufersystem DAB. Dies verringert Übertragungskosten und bietet bei gleicher Klangqualität mehr Spielraum für eine noch deutlich größere digitale Programmvielfalt. Zu den Vorteilen von DAB+ zählen beispielsweise ein stabiler Empfang des Senders im bundesweiten Sendegebiet ohne Rauschen und Knistern sowie ein digitaler Dienst zur Verkehrslenkung, der weit über die Möglichkeiten von Traffic Message Channel (TMC) hinausgeht.

Zahlen aus dem Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten 2018 belegen einen deutlichen Anstieg der Nutzung von DAB+: Demnach lag die Haushaltsdurchdringung mit DAB+ Radiogeräten in 2018 bei 17 Prozent, jeder sechste Haushalt in Deutschland verfügt inzwischen über mindestens ein DAB+ fähiges Endgerät (in Zahlen knapp sieben Millionen Haushalte). In jedem zehnten zugelassenen Auto ist ein DAB+ Radio verbaut und fast jeder zweite Neuwagen (40 Prozent) rollt mit einem DAB+ Radio vom Band. Die Zahl der Autoradios mit DAB+ Empfang in 2018 betrug 4,41 Millionen. Die Gesamtzahl der DAB+ Geräte (Wohnung und Auto) lag 2018 damit bei knapp zwölf Millionen Geräten.

Historische Weiterentwicklungen des UKW-Standards

Nach der Einführung am 28. Februar 1949 folgte der nächste Qualitätssprung auf UKW-Basis am 30. August 1963. Seit diesem Tag gibt es in der Bundesrepublik Radiosendungen in Stereo mit zwei getrennten Tonkanälen. So ermöglichte der Hörfunk erstmals ein räumliches Klangbild. Die offizielle Einführung des Stereotons beim UKW-Radio erfolgte – wie viele andere wichtige Entwicklungen – zur Funkausstellung 1963 in Berlin. Übertragen wurde ein Eröffnungskonzert aus dem Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks in Berlin.

Wie alle Sparten der Consumer Electronics entwickelte sich auch der UKW-Rundfunk rasant weiter: 1972 gab es erste Versuche mit der Verkehrsfunk-Senderkennung, dem Vorläufer des Traffic Message Channel (TMC), mit dessen Hilfe Navigationsgeräte Autofahrern bei Staus alternative Routen empfehlen. Seit 1988 können UKW-Radios automatisch auf den stärksten Sender umschalten, ohne das laufende Programm zu unterbrechen. Und sie zeigen Sendernamen an: Das Radio-Daten-System RDS macht es möglich. Später kam der Radiotext hinzu. So bieten kurze Laufschriften auf dem Display des Empfängers zusätzliche Informationen für den Hörer.

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Comment (1)

  1. A.Ladanyi says:

    Schade den DAB Propaganda 1:1 einfach abzukupfern. Tatsächlich sind es nur extrem wenige Länder wo ein DAB Vollservice gibt. Genießbar ist DAB in knapp 8 EU-Länder und in einigen Städten in Australien. Der Rest wollte nicht haben oder ist ausgestiegen. Die Klangqualität von FM ist genauso gut oder manchmal besser.
    FM kann man in über 200 Ländern hören weltweit. Großteil mit RDS Datendiensten. Es gibt viele Milliarden FM Empfänger und werden täglich mehr. Alleine Deutschland hat 120-200 Millionen Empfänger, da in jeden Haushalt mehrere aktiv sind.
    Von 1995 bis 2010 wurden etwa 500.000 DAB Radios verkauft in Deutschland. Diese durften dann weggeschmissen werden als 2011 DAB+ eingeführt wurde. Vor allem Autoradios blieben stumm. Seit dem wird versucht politisch Druck auszuüben. Die Autohersteller sollen verdonnert werden DAB+ Radios einzubauen, ob der Kunde es will oder nicht. Auch so sind die Zuwächse bescheiden, die Nutzung sowieso.
    DAB ist NICHT die UKW-Ablösung. Dazu haben 216 Länder was zu sagen nicht nur 8 EU Staaten.
    Die USA und China haben zudem ihren eigenen Digital-Radio Standards aufgestellt, basierend auf dem FM(UKW) Radio. (HD-Radio/CDR)
    Historische Weiterentwicklung beim UKW Standard ist auch die neue RDS2 Standard der 2017 veröffentlicht wurde. (IEC 62106) Diese ermöglicht Radios ab 65 MHz bis 108 MHz zu betreiben. Brasilien senkte den unteren Frequenzbereich auf 76 MHz, so kann 50% mehr UKW-Sender aufschalten. RDS2 unterstützt es und lässt durch höhere Datenkapazität sogar Bilder und Logos neben RadioText zu. Radio France kann es nun auch. https://www.radioworld.com/global/radio-france-displays-rds2-file-transfer

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