Smart Toys: TÜV warnt vor Sicherheits-Risiken bei vernetzem Spielzeug #TechToys

31. Januar 2019 | by TechFieber Redaktion

Spielzeug Gefahr TUEV

Der deutsche TÜV-Verband warnt vor den Risiken vernetzter Spielzeuge und fordert strengere Vorgaben durch den EU-Gesetzgeber. Laut den Experten ist die europäische Spielzeugrichtlinie aus dem Jahr 2011 nicht mehr zeitgemäß und muss dringend überarbeitet werden.

Anlässlich der Spielwarenmesse in Nürnberg fordert der TÜV: Spielzeuge verfügen immer häufiger über digitale Funktionen und sind mit dem Internet verbunden. Weder die Sicherheit vor IT-Angriffen noch der Datenschutz sind in der gültigen EU-Richtlinie ausreichend berücksichtigt.

Der TÜV-Verband sieht bei vernetzten Spielzeugen (Smart Toys) folgende Risiken, die von den Herstellern berücksichtigt werden müssten:

Kommunikation verschlüsseln:

Ein häufiges Problem sind ungeschützte Datenverbindungen bei Spielwaren wie zum Beispiel interaktiven Puppen, per App steuerbaren Fahrzeugen oder Brettspielen mit Sprachsteuerung. Kriminelle Hacker können sich in die Kommunikation einschalten, das Kinderzimmer überwachen, Funktionen des Spielzeugs manipulieren oder mit dem Kind interagieren. Daher sollte die Kommunikation zwischen einzelnen Komponenten wie Spielzeug, Smartphone oder Router immer verschlüsselt erfolgen.

Hohen Passwortschutz implementieren:

Immer noch werden vernetzbare Produkte mit voreingestellten Kennwörtern ausgeliefert. Das öffnet Angreifern die Möglichkeit, die Kontrollen über die Geräte zu übernehmen. Smarte Spielzeuge sollten daher bei Inbetriebnahme über eine Routine verfügen, bei der die Nutzer zwingend ein neues, starkes Kennwort vergeben müssen.

Software-Updates zur Verfügung stellen:

Was bei Computern und Smartphones selbstverständlich ist, ist bei smarten Spielwaren noch die Ausnahme – regelmäßige Updates. Hersteller sollten ihre Software kontinuierlich auf Sicherheitslücken überprüfen, Updates bereitstellen und ihre Kunden darüber informieren.

Datenschutz berücksichtigen:

Spielzeuge mit digitalen Funktionen können viele Daten erfassen, nicht nur Kontaktinformationen, sondern auch Gespräche, Fotos oder Videos der Kinder. Diese Daten können die Hersteller für vielfältige Zwecke nutzen, wenn sie diese Informationen in ihre Rechenzentren übertragen. Eine Alternative ist, dass Daten nur lokal verarbeitet werden.

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