Wissenschafler warnen: Das Smartphone macht müde

23. November 2018 | by Jochen Siegle

Arbeitsforscher warnen: Wer sein Smartphone nach Feierabend zu oft und zu lange nutzt hat während der Arbeitszeit weniger Leistungsfähigkeit.

Die ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend gehört dank Smartphone inzwischen zum Alltag vieler Berufstätigen. Der Griff zum Mobilgerät, um am Abend noch geschäftliche E-Mails zu lesen oder auf Anfragen zu reagieren, birgt laut einer Studie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) allerdings die Gefahr, dass Beschäftigte schon am nächsten Tag sensibler auf Belastungen bei der Arbeit reagieren und schneller erschöpfen.

 

Die Wissenschaftler haben die kurzfristigen Auswirkungen der beruflichen Smartphone-Nutzung am Feierabend auf das psychische Wohlbefinden untersucht. Einen grossen Einfluss hat demzufolge besonders auch die Qualität des Schlafes im Anschluss an das mobile Weiterarbeiten zuhause.

 

Handy raubt Energie

 

Laut der Untersuchung ist es vor allem der ständige Wechsel zwischen der Rolle als Privatperson und der als Beschäftigter, der viel Energie kostet. Ausserdem müsse man auch am Feierabend ständig aufmerksam und konzentriert bleiben, wenn der Büroalltag ins Privatleben mitgenommen wird. Ist die Energie erschöpft, sinkt die Leistungsfähigkeit, erklären die Forscher.

 

Dem wirkt entgegen, wenn trotz beruflichem Griff am Abend zum Smartphone zu einem erholsamen Schlaf gefunden wird. Der Studie zufolge ist dann keine Beeinträchtigung des Wohlbefindens am nächsten Tag festzustellen.

 

Überproportional erschöpft

 

Andernfalls werden laut der Untersuchung Anforderungen im Job am nächsten Tag als deutlich belastender wahrgenommen als an anderen Tagen. Als Folge fühle man sich dann überproportional stark erschöpft.

 

Entsprechend empfehlen die Forscher, das Smartphone nicht unbedacht in der Freizeit zu nutzen und auf ausreichend Schlaf zu achten. Dabei helfen könnten feste Schlafroutinen – zum Beispiel jeden Tag zur selben Zeit ins Bett zu gehen.

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