Virtual Reality: Keine guten Aussichten für VR-Brillen

30. Oktober 2018 | by Jochen Siegle

Keine guten Aussichten für VR-Brillen
Kabellose Headsets sind ein großer Trend, der Absatz von VR-Brillen hingegen ist deutlich eingebrochen. Hoffnung besteht dennoch.

Obwohl immer mehr Unternehmen und Konsumenten VR-Brillen einsetzen, ist der weltweite Absatz der Geräte für Ausflüge in die Virtual Reality laut jüngsten Zahlen des amerikanischen Marktforschungsunternehmens IDC deutlich eingebrochen. Allerdings nicht in allen Bereichen: Verbraucher interessieren sich demnach zunehmend für kabellose Stand-alone-Headset, die ohne Zusatzgeräte auskommen.

Insgesamt ist der Verkauf von VR-Brillen der IDC-Studie zufolge im zweiten Quartal dieses Jahres um mehr als ein Drittel zurückgangen.

Flaute bei Einsteigermodellen

Allen voran herrscht Flaute bei Brillen, die nur in Verbindung mit einem Smartphone eingesetzt werden können – anfangs etwa insbesondere auch von Google, Samsung oder Alcatel angeboten. Laut den IDC-Zahlen wurde zuletzt mehr als ein Drittel weniger dieser einfachen und günstigen VR-Variante verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Statt wie im zweiten Quartal 2017 rund eine Million konnten die Hersteller nur noch etwas mehr als 400.000 Einheiten von displaylosen VR-Einsteigermodellen verkaufen.

VR-Brillen: Komplett-Systeme gefragt

Aber auch VR-Brillen, die per Kabel an einen Desktop-PC oder eine Gaming-Konsole angeschlossen werden müssen, mussten Federn lassen – etwa Oculus Rift der Facebook-Tochter oder Sonys Playstation VR, die zuletzt zu stark reduzierten Preisen erhältlich waren. Laut IDC liegt der Rückgang in diesem Bereich bei mehr als 37 Prozent.

Stand-alone-VR-Brillen boomen

Verbraucher bevorzugen nun dagegen kabellose Headset: Stand-alone-VR-Brillen wie die Oculus Go und Xiaomi Mi VR konnten insgesamt um mehr als 400 Prozent zulegen.

Die Aussichten für VR seien dennoch vielversprechend, so die Marktforscher. Insbesondere die Geschäftswelt schätzt den Einsatz von VR-Headsets zunehmend, etwa in der Aus- und Fortbildung. Der Anteil beruflich genutzter Geräte legte von 14 auf 20 Prozent zu.

 

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