Sinkende Nutzerahlen: Social-Media-Fans verabschieden sich von Facebook

25. Oktober 2018 | by Jochen Siegle

Sinkende Zahlen: Nutzer verabschieden sich von Facebook

Dislike! Der Unmut gegen den Social-Media-Krösus Facebook steigt: Mehr und mehr Facebook-User melden sich vom sozialen Netzwerk ab – oder bleiben der Plattform für längere Zeit fern.

Mit über zwei Milliarden Usern ist Facebook das grösste soziale Netzwerk der Welt. Zunehmend aber verabschieden sich Nutzer von der Plattform des Social-Media-Pioniers oder legen längere Pausen ein, wie eine Untersuchung des Pew Research Centers festgestellt hat.

Demnach haben sich in den USA 42 Prozent der Facebook-Nutzer über 18 Jahren im vergangenen Jahr «mehrere Wochen oder länger» vom weltgrössten sozialen Netzwerk ferngehalten. Ein Viertel der Befragten, hat angegeben, die Facebook-App von ihren Smartphones sogar komplett gelöscht zu haben.

Facebook hat Vertrauen verspielt

Insbesonders bei den zwischen 18- und 29-Jährigen hat sich der Studie zufolge die Einstellung gegenüber Facebook verändert: In dieser Altersgruppe hielten sich mit 44 Prozent am meisten User von den Seiten des Konzerns zurück.

Facebook steht nicht nur wegen der Weitergabe von Nutzerdaten und zuletzt des Skandals um Cambridge Analytica massiv in der Kritik. Auch die Beeinflussung von Wählern durch Facebook-Aktivitäten von Russland und der Missbrauch der Plattform zur Verbreitung von Fake News stösst vielen bitter auf.

Social Network: Nutzerschwund nicht überraschend

Mehr als die Hälfte der befragten Facebook-Nutzer hat angegeben, in den letzten zwölf Monaten die Privatsphäre-Einstellungen ihrer Konten angepasst zu haben. Den Zugriff auf die Kontrollmöglichkeiten hat der Konzern aus dem Silicon Valley in der Folge des Datenskandals vereinfacht.

Der Rückzug erwachsener Nutzer ist nicht ganz überraschend. Schon Anfang des Jahres ist das US-Marktforschungsunternehmen eMarketer in einer Untersuchung zu dem Schluss gekomen, dass Facebook im Mutterland USA immer mehr Jugendliche verliert – und das sogar schneller als erwartet.

Teenager nutzen statt Facebook lieber jüngere Netzwerke wie inbesondere Snapchat und Instagram oder Chat-Dienste wie das zum Facebook-Konzern gehörende Whatsapp.

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