Hands-on Motorola Moto G6 im Hands-On: Viel Technik für kleines Geld #Test

7. Juni 2018 | by Torsten Könekamp

Guter Preis, viel technik

Dual-Kamera, 18:9-Display, schickes Design: Das neue Motorola Moto G6 soll der neue Star der Mittelklasse sein – für knapp 250 Euro. Wir haben uns das Smartphone angeschaut und ausgiebig getestet.

Mit der Veröffentlichung des ersten Moto G landete Motorola Ende 2013 einen großen Erfolg – und läutete die Ära Mittelklasse-Smartphones ein: solide Leistung zu einem Preis unter 200 Euro. Mittlerweile gehört die Marke nicht mehr dem amerikanischen Konzern Google, sondern dem chinesischen Unternehmen Lenovo. Jetzt gibt’s die sechste Auflage des Klassikers: die „perfekte Kombination von Premium-Funktionen und erschwinglichem Preis“, erklärt Deutschlands Motorola-Chef Lars Christian Weisswange.

Bereits beim ersten Anblick gefällt das Moto G6 durch sein schickes Design. Sowohl Vorder- als auch Rückseite sind dabei aus Gorilla Glas 3 angefertigt. Die Rückseite vom dunkelblauen Moto G6 ist mit Glas überzogen, dass durch eine spezielle Beschichtung das Licht spiegelt. Die Seiten sind abgerundet und der Metallrahmen ist lackiert – dadurch wirkt es sehr edel und liegt ausgesprochen gut in der Hand.

Kleiner Nachteil: Durch das Glas ist das Handy etwas rutschig, daher sollte man unbedingt eine Schutzhülle nutzen. Daran hat auch Motorola gedacht und gleich einen Silikonüberzug kostenlos mitgeliefert. Auffällig sind die hervorgehobene Dual-Kamera auf der Rückseite und der Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays.

Test Moto g6

Neues „Moto“-Smartphone: Wer das Moto G6 von Motorola in die Hand nimmt, hat den Eindruck, er hält ein Gerät der Oberklasse in der Hand.

Scharfes Display

Das Moto-G6 nutzt ein LCD-Display im angesagten 18:9-Format. Der Gehäuserahmen ist im Vergleich mit den Vorgängern ein bisschen schmaler. Das Display ist 5,7 Zoll groß und löst in Full-HD+ (1080 x 2160 Pixel) auf, das sind 424 Bildpunkten pro Zoll (ppi)
Der Fingerabdrucksensor unter dem Display ist schmal, arbeitet aber trotzdem sehr präzise und kann auch die virtuellen Tasten ersetzen, die dann keinen Platz mehr auf dem Display verschwenden.
Außerdem gibt’s beim G6 eine Sprachsteuerung, mit der man nicht nur Nachrichten diktieren, sondern auch Apps Befehle geben kann. Die Funktion ist noch in der Beta-Phase, sie lässt sich aber bereits gut nutzen.

Guter Preis, viel technik

Auf der Rückseite ragt die Doppeloptik der Kamera aus dem Gehäuse heraus: Hauptkamera 12 Megapixeln und Blende f/1.8. 

Gute Dual-Kamera mit Extras

Die Doppel-Kamera auf der Rückseite ist erstaunlich gut. Die Hauptkamera löst mit 12 Megapixeln auf und hat eine recht lichtstarke Blende f/1.8. Unterstützt wird sie für künstliche Unschärfe bei Porträts (5-Megapixel-Hilfslinse: Spiel mit der Tiefenschärfe, die das Motiv scharf darstellt und den Rest in Unschärfe verschwimmen lässt). In ersten Tests überzeugten die Kameras – gerade bei heller Umgebung. Auch wenn nur wenig Umgebungslicht zur Verfügung steht, sind die Bilder noch gut.

Die Kamera fokussiert für ein Mittelklasse-Smartphone recht schnell. Auch Videos sehen gut aus, so lange man nicht zu viel Bewegung ins Spiel bringt. Ein Stabilisator sorgt auf Wunsch für wackelfreie Videos. Nettes Extra für Selfienutzer: Die Frontkamera knipst mit 8 Megapixeln, ein LED-Blitz erhellt das Selbstporträt. Neben Schnappschüssen hat die Selfie-Knipse eine weitere Funktion: Durch die Gesichtserkennung lässt sich das Gerät ohne Zahlenkombination oder Fingerabdruck bequem entsperren.

Zusätzlich bietet Motorola neben den üblichen Filtern auch Funktionen mit künstlicher Intelligenz (KI). Wenn die KI des Moto G6 auf Fotos Sehenswürdigkeiten oder Objekte erkennt, liefert sie entsprechende Informationen. Außerdem kann die Kamera Texte aus Fotos extrahieren, Visitenkarten einlesen oder QR-Codes ohne Zusatz-App scannen.

Moto Smartphone

Power satt

Im Inneren des Moto G6 werkelt ein Qualcomm-Prozessor – der Snapdragon 450 mit acht Kernen, das Gerät hat 32 Gigabyte (GB) Speicher für Apps, Videos, Fotos und andere Dateien sowie 3 GB Arbeitsspeicher. Hinzu kommt ein unverändertes Android 8 (Oreo) und das G6 empfängt auch UKW-Radio. Gut: Für Fotos und Videos kann man eine microSD-Karte bis zu 128 Gigabyte einschieben. Und das G6 bietet auch noch einen dritten Steckplatz für eine zweite SIM-Karte.
In Sachen Connectivity bietet das G6 LTE bis Cat-4, Bluetooth 4.2 und NFC. WLAN ist im 2,4- und 5-GHz-Band verfügbar.
Der Akku ist mit 3000 Milliampere-Stunden zwar nicht allzu üppig, aber das reicht locker für einen ganzen Tag. Außerdem hat das Smartphone eine Schnelllade-Funktion.

Fazit Moto G6 im Test

Ein gutes Smartphone muss nicht teuer sein: Das Moto G6 bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 249 Euro bekommt man ein gutes Smartphone mit einigen Extras.

Technische Daten

System: Android 8.0
Display: 5,7 Zoll, LCD, Full HD+, 424 ppi
Prozessor: Snapdragon 450
Arbeitsspeicher: 3 GB
Interner Speicher: 32 GB + microSD
Kamera: 12 MP, f/1.8 + 5 MP
Frontkamera: 8 MP
WLAN n, Bluetooth 4.2
USB-C
Akku: 3000 mAh
Maße: 153.8 x 72.3 x 8.3 mm
Gewicht: 167 g

 

 

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