Musik-Streaming: Apple Homepod blockiert Spotify

9. November 2017 | by Jochen Siegle

Musik-Streaming: Apple Homepod blockiert Spotify

Du sollst keinen Musik-Streaming-Dienst neben mir haben! Achtung, liebe Musik-Fans in aller Herren Länder. Der angebissene Apfel aus Kalifornien hat gesprochen und entschieden, dass beim Homepod-Speaker nur sein hauseigener Musik-Streaming-Dienst „Apple Music“ Songs per Sprache steuern darf.

Soll heissen: Spotify muss draussen bleiben – und selbst Sound-Zuspielung über Bluetooth ist unmöglich.

Der Silicon-Valley-Vorreiter Apple wagt damit wieder mal einen schmalen Grad und verbannt den populären Musik-Streaming-Dienst Spotify von seinem intelligenten Lautsprecher Homepod.

Steuerung nur mit Apple Music.

Der Homepod ist damit in Sachen Musikauswahl und -Steuerung per Sprachbefehl eine Einbahnstrasse: Käufer der zur WWDC 2017 im Juni 2017 erstmals präsentierten vernetzten Lautsprecher-Box können nur auf Apples hauseigenen Musik-Dienst in vollem Umfang zurückgreifen. Vollständig steuern lässt sich über den digitalen Assistenten der Apfel-Firma nur Apple Music.

Auch Deezer, Tidal oder Napster bleiben draussen

Konkurrierende Musik-Services wie der weltweit führende Dienst Spotify oder auch andere Audio-Dienste wie Deezer, Tidal oder Napster können Songs zwar auf dem Apple Homepod abspielen, das aber nur von einem anderen Apple-Gerät mit iOS aus und ohne Sprachsteuerung.

Zudem ist beim Siri-Lautsprecher nicht mal eine Musik-Zuspielung über Bluetooth möglich. Damit ist der Homepod für Nutzer ohne iOS-Gadgets praktisch nutzlos.

Apps wanted –  aber blos keine Musik!

Der Apple Homepod soll im Dezember 2017 für Preise ab 349 US-Dollar auf den Markt kommen. Seit dieser Woche lädt das Unternehmen aus Cupertino interessierte App-Entwickler dazu ein, ihre Applikationen für den neuen Hoffnungsträger Homepod anzupassen. Jedoch wünscht sich Apple von der Developer-Gemeinde bislang explizit nur Homepod-spezifische Anwendungen für die Bereiche Messaging, Listen und Notizen.

Sprich: Optimierte Musik-Apps für den Homepod sind ausdrücklich nicht erwünscht. Ob diese Strategie für die Vermarktung der smarten Lautsprecherbox langfristig aufgehen wird ist fraglich.

140 Millionen aktive Spotify-Nutzer

Auch die wachsende Zahl der Spotify-Fans wird die Restriktionen des Homepod kaum gut finden. Immerhin zählt der Musik-Streaming-Platzhirsch mittlerweile über 140 Millionen aktive Nutzer weltweit. Darunter 50 Millionen zahlende Abo-Nutzer.

iPhone-Erfinder Apple will mit dem Siri-Lautsprecher Homepod insbesondere in Konkurrenz zu Amazon Echo, Google Home und Co. treten.

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Comment (1)

  1. Fotoschubidu says:

    Man ist ja so manche Eigenheiten von Apple gewöhnt, aber das ist unterirdisch engstirnig. Aber es gibt ja eine Menge Lautsprecher-Alternativen.

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