OnePlus-Smartphones senden Nutzerdaten an Hersteller #Datenschutz

14. Oktober 2017 | by TechFieber Redaktion

OnePlus-Smartphones senden Nutzerdaten

Für schlechte Schlagzeilen sorgt diese Woche der sonst eigentlich eher von einigem Hype und Hoffnung umgebene Mobilfunk-Spezialist OnePlus aus China. Nun aber hat sich herausgestellt, dass OnePlus-Smartphones Nutzerdaten an den Hersteller übertragen. Dazu zählen unter anderem Telefonnummern und genutzte Apps.

OnePlus sammelt laut Experten detaillierte Informationen über die Gewohnheiten seiner Nutzer. Die können dem Prozedere einen Riegel vorschieben.

Oxygen OS sendet Daten zu genutzten Apps

Wie der britische Sicherheitsforscher Christoph Moore in seinem Blog beschreibt, erhebt und überträgt das Betriebssystem Oxygen OS Daten wie Geräteseriennummer, IMEI-Nummer, Telefonnummern, MAC-Adressen und die Namen verbundener WLAN-Netze an den chinesischen Hersteller. Auch Angaben zu genutzten Apps und sogar zu in den Apps genutzten Funktionen – inklusive Zeitangaben – konnte Moore in den übertragenen Aufzeichnungen entdecken.

OnePlus sammelt detaillierte Nutzer-Daten

Da diese Angaben zusammen mit der Gerätenummer übertragen werden, lassen sich die Daten leicht einzelnen Personen zuordnen. OnePlus verkauft den größten Teil seiner Smartphones im Online-Direktvertrieb.

Gegenüber « Androidpolice.com» erklärte OnePlus, die Daten würden zur Verbesserung der Software erhoben. Wer dies nicht wünscht, könne die Übertragung in den erweiterten Einstellungen unterbinden. Dazu muss nur die Option «Nehmen Sie an unserem Kundenzufriedenheitsprogramm teil» abgeschaltet werden. Allgemeine Informationen zu Gerät und Nutzung werden allerdings noch über einen zweiten Datenstrom übertragen, so OnePlus. Ob und wie man dies abstellen kann, wurde nicht erklärt.

+Links

Bericht von Android Police (Englisch)

Bericht von Chris Moore (Englisch)

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