360-Grad-ActionCam: Nikon KeyMission 360 im #Test

28. März 2017 | by Jochen Siegle

Nikon KeyMission 360 im #Test

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes höchst beeindruckend, mit Nikons neuer KeyMission 360 Aufnahmen aus dem London Eye heraus zu schießen. In schwindelerregener Höhe über die Themse zu blicken.

Irgendwie schließt sich da der Kreis an diesem ausgesprochen milden Tag in der britischen Mega-Metropole. Ein Tag wie geschaffen für eine Mission, aus der am Ende das London Eye eine runde Sache machen soll. Eine Mission, die sich #keymission360 nennt und bei der nicht James Bond, sondern eine neue 360-Grad-Kamera die Hauptrolle spielt. Genauer gesagt: die Nikon KeyMission 360.

Für Hersteller Nikon ist das nicht nur eine Kamera, sondern Neuland – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Mit der KeyMission 360 steigt der Imaging-Pionier aus Japan, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, erstmals in den Markt der Actioncams und der 360-Grad-Kameras ein.

Nikon KeyMission 360 London Eye 

Zucker für die Augen: 360°-View vom London Eye

Es ist eine mehr als gute Wahl, das London Eye als Erfüllungsort einer 360°-Mission zum Test der neuen Kamera zu wählen. Schließlich ist das kreisrunde Riesenrad am Südufer der Themse nicht nur ein äußerst spektakuläres Wahrzeichen, sondern erlaubt bei seinen gut halbstündigen 360-Grad-Fahrten unterm Londoner Himmel auch so gut wie uneingeschränkte Aussicht über die Hauptstadt des Empires.

360°-View also, könnte man sagen. Vom höchsten Riesenrad Europas. Möglich machen das fast komplett gläserne Gondeln, die sich außerhalb des Rades befinden und schwindelfreie Passagiere bis in die Weit-über-100-Meter-Vogelperspektive befördern.

Nikon KeyMission 360 im #Test

Mission erfüllt: VR in 135 Meter Höhe über London

Als vollsphärische Panorama-Actioncam mit UltraHD-Auflösung (4K mit 24 Bildern pro Sekunde) in einem sehr robusten Gehäuse ist die KeyMission360 bestens ausgerüstet für die 360°-Grad-Mission im London Eye.

Selbst für den Fall eines Falles ist die 499 Euro teure Cam gut gerüstet – laut Hersteller übersteht die Kamera Stürze aus zwei Metern Höhe. Zudem ist der kompakte Spass-Macher bis zu 30 Meter Tauchtiefe wasserdicht.

keymission london eye 360 grad kamera

Bis 30 Meter Tauchtiefe wasserdicht

Die Nikon hat zwei Fischaugenobjektive mit einer Brennweite von 1,6 mm (Äquivalent zu 8,7 mm im Kleinbild-Format) und einer festen Blende von f2.0. Hinter beiden Objektiven befindet sich jeweils ein CMOS-Sensor mit einer Auflösung von je 23,9 Megapixeln.

Aufgenommene Fotos bzw. Videos legt die 360-Grad-Kamera fertig aufbereitet auf Micro-SD-Speicherkarten (bis maximal 128 GB) ab. Das „Stitching“ der Bilder findet innerhalb der Cam statt – das heisst, 360-Grad-Content kann direkt genutzt und etwa bei YouTube, Vimeo oder Facebook hochgeladen werden.

Für den Betrieb der Kamera ist die Smartphone-App „SnapBridge 360/170“ (für Apple/iOS und Android zu haben) hilfreich. Das Mobiltelefon dient als Bildschirm – die Cam lässt sich aber auch ohne Handy bedienen. Ein Druck auf den Knopf oben auf dem Gehäuse aktiviert die Kamera; ein zweites Drücken startet die Videoaufzeichnung. Über die App können zudem Videos bearbeitet und online gestellt bzw. bei Social-Media-Kanälen hochgeladen werden.

Die Bildqualität bei guten Lichtverhältnissen im Freien ist recht ordentlich. In geschlossenen Räumen sind die Ergebnisse vergleichbar zu anderen 360-Grad-Kompaktkameras ok.

Praktisch: Ausziehbarer Stativ-Stick

Die Keymission 360 ist sehr kompakt gebaut und daher gut für den mobile Einsatz zu gebrauchen. Praktisches Zubehör ist ein ausziehbarer Stativ-Stick von Nikon, der 360-Grad-Bilder aus verschiedensten Perspektiven oder bei Outdoor-Aktivitäten wie beim Skaten oder Biken erlaubt.

Der Akku soll gemäß Hersteller bis zu 70 Minuten lang bei Videoaufnahmen durchhalten – bei unseren Tests lag die Leistung jedoch darunter. Auch die mitgelieferte Software zum Schnitt von 360-Grad-Videos ist etwas gewöhnungsbedürftig, tut aber ihren Job bei einfacher Post-Production.

 

Schwestermodelle KeyMission 170 und KeyMission 80

Und das Rad dreht sich für Nikon längst nicht nur an diesem schönen Test-Tag am Golden Eye in London weiter, sondern auch im Actioncam-Segment: Der Kamerahersteller aus Nippon hat zur Nikon KeyMission 360 auch zwei Schwestermodelle im Programm: die KeyMission 170 und die KeyMission 80.

Wie die Bezeichnungen andeuten, decken die beiden kleineren Actioncam-Modelle Bildwinkel von 170 Grad bzw. 80 Grad ab. Die KeyMission 170 und die KeyMission 80 schlagen mit 399 bzw. 299 Euro zu Buche.

Zum guten Schluss:

Die KeyMission360 macht ordentlich Spass. Mission, ähem keymission360, erfüllt. Happy Birthday, Nikon.

Links: nikon.de/de_DE/products/nikon_action_cameras

 

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