manaomea: Textil-Upcycling mit Raumfahrt-Technologie #Crowdfunding #Startups

13. November 2016 | by Silvia Kling

Textil-Upcycling mit Raumfahrt-Technologie

In Deutschland landen jährlich 100.000 Tonnen Klamotten im Müll. Das Startup manaomea gibt ihnen jetzt neues Leben – als Design-Produkte.

Mit Hilfe eines Verfahrens aus der Luft- und Raumfahrt hat ein Wissenschaftlerpaar ein neues Kunstmaterial geschaffen – aus Naturfasern und alten Klamotten. Ihr erstes Produkt sind Design-Bleistifte.

Jeder Bleistift trägt die Geschichte des Kleidungsstücks, das ihn ihm steckt. Langfristig wollen die beiden mit manaomea aber noch viel Größeres tun, als Ressourcen zu schonen: die Welt verbinden und soziale Kluften schließen.

Um ihre eigene Produktionsanlage zu bauen, haben sie Crowdfunding gestartet, u.a. mit promineter Unterstützung von Smudo von den Fantastischen Vier.

Altkleidermüll statt Holz:  textil-Upcycling mit Raumfahrt-Technologie

Für ihre Bleistifte nutzen Riedel und Arlt weggeschmissene Klamotten oder Textilreste aus Fabriken. In Deutschland werden jährlich 100.000 Tonnen alter Kleidung weggeworfen und verbrannt. Diesem Stoff geben die manaomea-Stifte ein neues Leben. Zu den alten Textilien mischt manaomea Naturfasern wie Jute, Flachs oder Baumwolle.

Diese Pflanzen wachsen jährlich nach, bei der Produktion entsteht kaum Abfall. Dazu geben Arlt und Riedel ein Abfallprodukt aus der Zuckerrohr-Produktion als Naturklebstoff. Das Verfahren heißt „Pultrusion“, die Wissenschaftler haben es aus ihrer Arbeit in der Luft- und Raumfahrt abgeleitet.

Crowdfunding mit T-Shirt von Smudo

Um den Bau zu finanzieren, haben Arlt und Riedel auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Neben den ersten beiden manaomea-Stiften, der Königin und dem Noblen, können Unterstützer sich Kollektionen aus eigenen Kleidungsstücken fertigen lassen.

Die Kombination aus Witz und Sinn findet offenbar Anklang, denn für das Crowdfunding konnte manaomea schon namhafte Unterstützung gewinnen: Smudo von Fanta4 lässt T-Shirts zu Stiften machen, genauso Konstantin Wecker. Skibundestrainer Charly Waibel spendet einen seiner alten Skianzüge.

Von der Crowdfunding-Kampagne hängt ab, wie es mit manaomea weitergeht – im wahrstenn Sinnes des Wortes: Der Erfolg hängt an der seidenen Faser.

+ Links: manaomea.prezly.com | startnext.com/manaomea

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