Startup-Zentren beflügeln Innovationskultur #Startups

22. April 2016 | by Alex Reiger

Startup-Zentren

Europäische Startup-Zentren treiben die globale Innovationskultur voran – sagt zumindest eine neue Studie von Roland Berger- und Numa zur französischen Startup-Szene.

Die französische Startup-Szene ist laut der Untersuchung jung, männlich, sehr gut ausgebildet und sucht die Herausforderung. Und sie wächst rasant, wie auch andere europäische Startup-Hotspots. Neben den bekannten Innovationszentren im Silicon Valley etablieren sich europäische Metropolen als zentraler Teil der globalen Startup-Kultur. Denn sie können abseits von gehypten amerikanischen Geschäftskonzepten mit Vielfalt punkten.

Um die Eigenschaften europäischer Startups greifbarer zu machen, analysieren Experten von Roland Berger und des französischen Accelerators NUMA die Jungunternehmer-Szene in verschiedenen Startup-Hubs des Kontinents und fragen nach Motivation, Zielen, aber auch Problemen und Schwierigkeiten. Als erstes haben sie sich Frankreich vorgenommen und die Ergebnisse in ihrer neuen Studie „375 Startupers – Profiles, trends and startupers in their own words“ zusammengefasst.

Für ihre Studie haben die Experten 375 französische Startups befragt, die sich für das NUMA business accelerator-Programm beworben haben. Drei Viertel von ihnen sind unter 34 Jahre alt, 35 Prozent fallen in die Altersgruppe 25 bis 29 Jahre. Die meisten der befragten Jungunternehmer (46%) haben einen Abschluss einer der französischen Eliteschulen. Einen normalen Hochschulabschluss haben nur 32 Prozent, nur 4 Prozent einen Doktortitel. Abschlüsse von Ingenieur- oder Business-Schulen besitzen je 23 Prozent. 81 Prozent der befragten Startup-Gründer sind männlich, nur 19 Prozent weiblich.

Suche nach Herausforderung als Hauptmotiv

Bei der Frage nach dem Motiv für die Unternehmensgründung nennen knapp drei Viertel (72%) die Suche nach einer Herausforderung. Rund 56 Prozent wollen mit ihren Geschäftsideen den Markt verändern und 40 Prozent streben nach Unabhängigkeit und mehr Eigenbestimmung im Job.

Als Kriterium für die Wahl der Branche nennt die Hälfte der Befragten das erwartete Wachstumspotenzial sowie jeweils gut ein Drittel (36%) einen unbefriedigten Bedarf oder dass sie ein innovatives Produkt für diesen Markt haben. Typische Branchen sind Lifestyle und Freizeit (12,2%), Kunst und Design (11,8%) oder Konsumgüter (8,4%). Weniger attraktiv für Neugründer sind dagegen Branchen wie Transport (2,0%) oder Finanzdienstleistungen (1,7%).

Um französischen Startups auf dem deutschen Markt zu unterstützen, veranstalten Roland Berger und die französische Botschaft den ersten „French- German EUnicorns Day“ am 9. Mai in Berlin. In Workshops und bei einer hochkarätigen Paneldiskussion präsentieren sich französische Startups deutschen Investoren und diskutieren über die Digitalisierung deutscher und französischer Unternehmen.

+ Link: rolandberger.de/pressemitteilungen | Foto: danielcenoz via Flickr/cc 

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