Mobile Pay enttäuscht: Bezahlen per Smartphone nicht populär

5. April 2016 | by Alex Reiger

Hoffnungsträger oder Rohrkrepierer? Der Hype um „Mobile Pay“ bleibt bislang leider nur ein ein Hype. In Sachen Akzeptanz bei Nutzern enttäuscht das Bezahlen per Smartphone mächtig – so eine neue Studie des Bitkom. Insbesondere Sicherheitsbedenken bremsen die Entwicklung.

Fakt ist: Das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone ist bislang in Deutschland noch nicht weit verbreitet, zudem sind viele Verbraucher bezüglich der neuen Technik noch weitestgehend ahnungslos – so die Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Demnach hat zwar schon heute rund ein Drittel der Smartphone-Nutzer (32 Prozent) kontaktlos bezahlt oder kann sich vorstellen, dies zukünftig zu tun – es könnten aber weit mehr sein.

Gründe für den Verzicht auf die Handy-Brieftasche sind laut Umfrage Sicherheitsbedenken (37 Prozent) und vor allem Unwissenheit. So sagen 36 Prozent derjenigen, die das Verfahren noch nicht genutzt haben, dass es ihnen bisher nicht bekannt war. 30 Prozent wissen nicht genau, wie es funktioniert, und 12 Prozent können nicht sagen, ob ihr Smartphone NFC-fähig ist.

Beim kontaktlosen Bezahlen mit NFC-fähigen Smartphones hält der Kunde sein Gerät kurz vor ein entsprechend ausgerüstetes Lesegerät, um eine Rechnung zu begleichen. Abgerechnet wird in der Regel über Kreditkarte. Rund jeder Fünfte aus der Gruppe der Nicht-Nutzer gibt als Grund an, dass er keine Vorteile gegenüber anderen Bezahlverfahren sieht (22 Prozent) oder das Verfahren zu kompliziert findet (19 Prozent). Etwa jeder Sechste (16 Prozent) sagt, dass noch zu wenige Händler dieses Bezahlverfahren akzeptieren und jeder Zehnte (10 Prozent) erklärt, er habe kein NFC-fähiges Smartphone.

Bezahlen per Smartphone

40 Prozent wollen generell nicht mit dem Smartphone bezahlen. Kontaktloses Bezahlen per NFC ist auch ohne Smartphone möglich. Man setzt stattdessen die entsprechend ausgerüstete Kreditkarte ein. Einzelne Banken beginnen in diesem Jahr auch, NFC-fähige Debitkarten herauszugeben.

Foto: japanexperterna.se via Flickr/CC by-sa/2.0/

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , , , , ,

Antwort schreiben