Music | Hands-On: Bose SoundTouch 10 – drahtlos gut

4. März 2016 | by Torsten Könekamp

Hands on mit dem Soundtouch 10 von Bose

Musikgenuss im Wandel der Zeit: Manche hören noch Schallplatten im Regal, andere legen CDs in ihre Musikanlage – doch die jüngere Generation kennt Musik nur noch als digitale Dateien. Für sie kommt die Musik aus dem Internet, von iTunes oder Streaming-Diensten wie Spotify & Co. Daher boomt das Geschäft mit kompakten, drahtlos vernetzten Lautsprechern, die ihren eigenen Verstärker an Bord haben und Musiksammlungen von Computern, Tablets, Festplatten oder auch direkt vom Smartphone abspielen. Überall in einer Wohnung lässt sich so die Musik abspielen – ob im Arbeits- Wohn- oder Schlafzimmer, in der Küche oder sogar auf der Terrasse.

Zu den jüngsten Modellen gehört der Soundtouch 10 von Bose, den wir ausführlich getestet haben. Der kompakte Lautsprecher mit 20 Zentimetern Höhe, 14 Zentimetern Breite und nur neun Zentimetern Tiefe nutzt gleich zwei Funkwege: Über WLAN verbindet er sich mit dem Heimnetzwerk und holt sich die komplette Musik, die man auf dem vernetzten Computer gelagert hat – entweder via iTunes- oder Windows-Media. Über eine Steuer-App auf dem Smartphone oder dem Tablet verbindet sich der Lautsprecher auch mit Musik-Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer. Zusätzlich kann man auch Internet-Radiostationen nutzen.

Hands on mit dem Soundtouch 10 von Bose

Neu ist die Ausstattung mit einer Bluetooth-Verbindung. Darüber ist Musik besonders einfach vom Smartphone auf der Box abspielbar – aus der eigenen Sammlung, von YouTube oder beliebigen Streamingdiensten. Der Clou: Der Bose Soundtouch leitet, wenn er soll, den so empfangenen Sound über WLAN an weitere, in verschiedenen Räumen vernetzte Lautsprecher des Herstellers weiter. So lässt sich ein ganzes Haus mit Songs aus dem Mobiltelefon beschallen. In der zugehörigen App für Smartphones und Tablets kann man einstellen, welcher Lautsprecher welche Musik in welcher Lautstärke abspielt. Innerhalb der App sind neben gespeicherten Titeln im Heimnetzwerk auch Internetradio und Spotify oder Deezer anwählbar.

Hands-On: Bose SoundTouch 10

Sie möchten nicht erst eine App starten, um Musik zu hören? Für den Fall hat Bose die guten alten Sendertasten installiert. Auf seinem Oberdeck trägt der Lautsprecher sechs Programmtasten. Sie lassen sich mit Quellen aller Art belegen – einer Playlist zum Beispiel, mit dem Lieblings-Radiosender oder mit einem Streaming-Dienst. Einfach während der laufenden Musik die gewünschte Speichertaste einige Sekunden gedrückt halten – schon ist der Sender oder die Playlist gespeichert.

Hands on mit dem Soundtouch 10 von Bose

Zum Musikstart genügt dann ein einfacher Tastendruck. Neu ist hier Funktion ReadySet von Spotify: Damit lassen sich in einem Spotify-Account die Bose-Sendertasten mit Playlists belegen.
Als weitere Alternative zur Steuerung via App gibt es obendrein noch eine kleine Fernbedienung. Sie ruft die Speicherplätze auf, regelt die Lautstärke, verordnet der Musik Pausen oder löst den Sprung zum nächsten Musikstück aus. Einfacher geht’s wirklich nicht.

Doch die entscheidende Frage für den Musikliebhaber lautet: Wie gut klingt denn nun der kompakte Lautsprecher von Bose? Typisch für den Soundspezialisten Bose ist der erstaunlich volle Klang. Der SoundTouch 10 hört sich deutlich größer an, als er tatsächlich ist. Auf Stereowiedergabe muss man mit diesem Gerät verzichten: Es spielt in mono und lässt sich auch nicht mit einem zweiten Exemplar zum Stereo-Set koppeln.

Hands on mit dem Soundtouch 10 von Bose

Das machte aber nichts, entscheidend ist der gute Sound, den man mit diesem kompakten Lautsprecher hat: Ausgewogene Mitten- und Höhenwiedergabe plus überraschend guter Bass. Deshalb kann man den Soundtouch 10 gerne empfehlen – und das nicht nur aufgrund der Soundqualität, sondern auch, weil das Gerät über eine beachtliche Ausstattung verfügt. Und das alles zu einem vergleichsweise günstigen Preis: Für etwa 190 Euro gibt es den Lautsprecher in den Farben Schwarz oder Weiß.

+ Link: Bose SoundTouch 10 

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