Schlechte Laune? Dem Computer kann man nix vormachen …

24. Januar 2016 | by Dieter Jirmann

Stimmungslage: Dem Computer macht man nix vor

Ich bewundere Leute, die auf Grund von Mimik und Körpersprache sagen können, was in einem Menschen vor sich geht – zumindest, wenn sie recht haben.

Noch kompetenter als diese Spezies Mensch aber sollen Computer sein. So meinen es jedenfalls Forscher in Finnland.

Die Wissenschaftler haben nämlich einen Algorithmus entwickelt, der einem Computer hilft, die Mikromimik zu entschlüsseln, also Gesichtsausdrücke, die nur Sekundenbruchteile dauern.

 Stimmungslage: Dem Computer macht man nix vor

Die kann die Maschine natürlich genauer erfassen als das menschliche Auge, aber selbst wenn man menschlichen Probanden einen deutlichen Vorteil gewährte (sie durften sich Videos mit Gesichtsausdrücken mehrfach ansehen und mussten nur die Zahl der Mikromimik-Bewegungen nennen, sie aber nicht bezeichnen), lagen sie nur knapp vor dem Rechner vorne.

Bekannt ist die Technik als Konzept zwar schon seit 2012 aber nun hat sie auch in der Praxis die Nase vorne: Bei Videos, die nur Mikromimik zeigte, schnitt der Computer mit 82 Prozent Treffern 10 Prozent besser ab. Bei längeren Videos waren die menschlichen Betrachter dank der oben beschriebenen Bevorteilung etwas besser dran.

Da sollte man sich vielleicht schon mal darauf einstellen, dass in nicht allzu ferner Zukunft bei Job-Interviews, Verhören und ähnlichem ein Computer mit am Tisch sitzt …

+ via Popular Science | Foto: Steve Depolo via Flickr, licensed under CC 2.0 (oben); arXiv / University of Oulu (unten)

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