Studie: Cybermobbing schlimmer als Drogenmissbrauch – jeder 5. Jugendliche Opfer #BeStrongOnline

23. September 2015 | by Denise Kohmann

Studie von Vodafone: Jeder zweite Jugendliche findet Cybermobbing schlimmer als Drogenmissbrauch

Fiese Kommentare über Facebook, verletzende Selfies über Whatsapp oder herablassende Posts auf Twitter – das ist für viele Jugendliche bitterer Alltag. Der britische Telco-Riese Vodafone will sich der Problematik annehmen und hat dazu die weltweiten Kampagne „#BeStrong Online“ lanciert, um gegen Mobbing im Netz ein Zeichen zu setzen.

Die Studie zu Cybermobbing als Auftakt der Kampagne belegt, wie wichtig es ist, Jugendliche für den Umgang mit Online-Formaten stark zu machen. Selbstentwickelte Emojis, Infomaterial und Videos sollen Jugendliche, Eltern und Lehrer aufklären und im Kampf gegen Cybermobbing unterstützen.

In Neuseeland wird am meisten gemobbt, Deutschland im Mittelfeld,

Gemeinsam mit YouGov hat Vodafone eine Studie in 11 Ländern mit rund 5.000 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren zum Thema Mobbing im Netz durchgeführt. Unter den Befragten in Deutschland stellte sich heraus, dass fast jeder Fünfte Cybermobbing im Netz selbst erlebt hat – jeder Dritte hatte ein Opfer in seinem engen Freundes- und Familienkreis. Zusätzlich finden mehr als die Hälfte (51%) aller Jugendlichen Mobbing im Netz schlimmer als im realen Leben – und sogar schlimmer als den Konsum illegaler Drogen.

Das Mobbing im Netz hat bei den Betroffen zum Teil schwerwiegende Folgen: 49% der Betroffenen wussten nicht, was sie tun sollten, 43% zeigten sich depressiv, 18% hatten sogar Suizidgedanken. Und es bleibt nicht nur bei negativen Gefühlen: Etwa ein Drittel der Gemobbten mied danach soziale Aktivitäten (31%) oder schwänzte die Schule (26%), 16% meldeten sich von sozialen Netzwerken ab. Ein Fünftel reagierte mit Selbstverletzung – ein bekanntes Muster bei Demütigung und Zurückweisung. Die Ergebnisse im internationalen Vergleich fallen ähnlich aus.

Ob Opfer oder Beobachter – Jugendliche sind bei Mobbing oft sprachlos und wissen nicht, was sie tun sollen. Auf die Frage, ob Emojis den Jugendlichen helfen könnten, stimmte fast die Hälfte der Befragten zu: ihre Unterstützung gegenüber Freunden drücken sie am liebsten durch eine Kombination aus Symbol und Worten aus. Deshalb hat Vodafone in Zusammenarbeit mit Experten eigene Emojis entwickelt, die Unterstützung und Mitgefühl vermitteln.

Die unten stehenden Emojis wurden von den rund 5000 befragten Teenagern als ihre Favoriten ausgewählt. Verfügbar sind diese zunächst auf allen Social Media Kanälen von Vodafone und im Vodafone Messaging Dienst Message+. Zusätzlich macht Vodafone sich für lokale NGOs stark, indem durch jeden Retweet der Emojis (siehe Anhang) 14 Cent an diese gespendet wird bis die Obergrenze von 140.000 Euro erreicht ist.

Vodafone engagiert sich schon seit langer Zeit für Jugendschutz im Internet. Mit der App „Vodafone Child Protect“ lassen sich beispielsweise jugendgefährdende Internet-Seiten und verschiedene Handy-Funktionen wie W-LAN und Kamera sperren. Darüber hinaus können Internet-Nutzungszeiten festgelegt, einzelne Apps blockiert oder Anrufe und Nachrichten von und zu fremden Nummern unterdrückt werden.

+ Links: Vodafone.de | Vodafone Child Protect | Foto: Screenshot Mobbing-Opfer Amanda via Youtube

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