TEDxBerlin | Emma Mulqueeny: Digital Revolution vs Digital Democracy #IFA

15. September 2015 | by Torben Dietrich

Emma Mulqueeny: Digital Revolution vs Digital Democracy

„Die digitale Revolution ist die größte Gefahr für unsere Demokratien“. Mit diesem Statement eröffnete Emma Mulqueeny ihren Beitrag. Für die britische Regierung leitet sie die Commission on digital democracy.

Eine entscheidende Rolle werden die 97er spielen, sagt sie. „Das sind für mich die jungen Leute, die nach 1997 geboren sind. Die wachsen alle in einer digitalen Welt auf.“ Sie würden von Anfang lernen, wie man Gruppen in sozialen Medien aufbaut und, was noch wichtiger sei, wie man sie beeinflusse.

„Es gibt junge Leute, die haben 12 Millionen Clicks im Monat! Sie haben einen enormen Einfluss. Und das mit Inhalten wie Kochrezepten, Reiseerlebnissen oder – ganz klassisch – Katzenfotos.“

Emma Mulqueeny: Digital Revolution vs Digital Democracy

12 Millionen!

„Was, wenn diese jungen Leute sich nun Gedanken machen über die Politik, über Flüchtlinge, über Syrien, über die Verhältnisse bei uns zuhause. Sie werden einen riesigen Einfluss haben.“

Natürlich gibt es die Jungs und Mädchen, die clevere Apps erfinden, die Gutes bewirken. Aber das seien die, die eh schon interessiert sind am politischen Geschehen, sagt Mulqueeny. „Wir alle müssen Politiker werden“, fordert sie.

Ebenfalls entscheidend: Politische Informationen. „Sie müssen frei fließen können, aber sie tun es nicht.“ Im Gegensatz zu kommerziellen Inhalten: „Schauen Sie sich einmal bei Amazon eine blaue Hose an. Ich wette, diese blaue Hose wird Sie die nächsten 48 Stunden im Web verfolgen. Mindestens.“

+ Link: TEDxBerlin | Foto: emmamulqueeny.com/TedX
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Auf der Ideen-Konferenz TEDxBerlin diskutierten Internationale Experten und Visionäre am 6. September 2015 die Chancen und Herausforderungen des rasant voranschreitenden technischen Fortschritts.

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