SmartHome-Studie: Bis 2018 sind 50 % der Hausgeräte vernetzt

9. November 2014 | by Silvia Kling

Deutschland wohnt im Jahr 2018 smart CRM CRM:0198864

Bis die Mehrheit der Deutschen in intelligenten Häusern leben wird, dauert es nur noch wenige Jahre – so zumindest eine von vier aktuellen Prognosen zur Energiewirtschaft, die aus einer gemeinsamen Studie von RWE Deutschland und dem Züricher Zukunftsinstitut future matters hervorgeht.

Untersucht wurde u. a, auf welchen Ebenen der Energieversorgung und Technologieentwicklung sich in den kommenden Jahren gravierende Umbrüche vollziehen. Diese so genannten „Tipping Points“ oder Wendepunkte wurden der Fachöffentlichkeit im Rahmen des vierten RWE-Forums Energieeffizienz in Dortmund vorgestellt.

SmartHome: Integration von Endgeräten geht voran
Auf Basis von 500 Experteninterviews sowie rund 8.500 ausgewerteten Publikationen prognostiziert die Studie für die kommenden vier Jahre einen enormen Zuwachs an vernetzbaren Haushaltsgeräten. Demnach lassen sich bereits 2018 mehr als die Hälfte aller neuen Endgeräte aus den Bereichen Weiße Ware (Elektrogroßgeräte) und Unterhaltungselektronik über das Internet steuern oder untereinander vernetzen.

Consumer Electronics werden so zu einem integralen Bestandteil smarter Haussteuerungs-Systeme im Smart Grid der Zukunft. Grund dafür sind unter anderem die gesunkenen Kosten für leistungsfähige Funkchips sowie zahlreiche neue Apps. Letztere beschleunigen die Integration von Geräten und Sensoren in Häusern und Wohnungen.

Die Anzahl von Konsumenten mit Tablets, Smart-Phones und Smart-TVs steigt kontinuierlich. Und damit auch die Nachfrage nach der Steuerbarkeit von Geräten. Die zunehmende Verbreitung von schnellen Funkstandards wie WLAN, Bluetooth, LTE (4G) und Powerline begünstigt diese Entwicklung zusätzlich. Parallel dazu fallen die Preise.

Roboter und künstliche Intelligenz halten Einzug ins smarte Haus
Ein weiterer Umbruch steht auf dem Gebiet der Sensorik und Umgebungsintelligenz bevor. Gerade für Roboter und Maschinen geht die Entwicklung zügig voran. Sinkende Preise für Rechenleistung, Mechatronik, Miniaturisierung und künstliche Intelligenz spielen dabei eine zentrale Rolle.

Sollten die Entwicklungen in den Bereichen Sensorik, Haptik, künstliche Muskeln, maschinelles Lernen und Signalverarbeitung ähnlich voran gehen wie in den letzten vier Jahren, könnten bereits 2018 die ersten Haushaltsroboter auf den Markt kommen. Die Forscher von future matters erwarten bereits für 2020, dass jeder zwanzigste Haushalt in Deutschland einen flexibel einsetzbaren Roboter besitzt, der alltägliche Arbeiten verrichten kann. In Autos werden autonome Systeme laut der Studie sogar noch schneller zu erleben sein.

Schon heute können Pkw mit einem Parkassistenten besser rückwärts einparken als 90 Prozent aller Autofahrer. Im Jahr 2019 wird bereits jedes zwanzigste verkaufte Neufahrzeug von alleine fahren können, so die Prognose des Zukunftsinstituts future matters.

Energieversorgung: künftig dezentral und lokal

Die Studie untersucht auch die Frage, wie sich die dezentrale Energieversorgung und Energieproduktion weiterentwickelt. Dabei steht fest, dass angesichts fallender Preise für regenerative Erzeugungsanlagen sowie sinkender Kosten für lokale Speicher bis 2018 viele Weichen für eine autarkere Energieversorgung gestellt werden.

Verknüpfung der Netze kommt voran

Eine der wichtigsten Herausforderungen für die Energiewirtschaft bleibt dennoch die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und Kooperationen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Verknüpfung der globalen Energie-, Kommunikations- und Mobilitäts-Netze. Deren Schnittmengen stiegen zuletzt rasant: Dezentrale Erzeugungsanlagen werden bereits heute zu „virtuellen Kraftwerken“ zusammengefasst, Autofahrer bekommen in Echtzeit Verkehrsdaten eingeblendet, Elektro-Autos werden ans Stromnetz gekoppelt.

Auf diese Weise kommen immer mehr Akteure unterschiedlicher Branchen zusammen und erhöhen sowohl den Kunden-Nutzen als auch die eigene Vermarktungsbreite.

+ Link: RWE.com | Foto: RWE

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Comment (1)

  1. […] das Heimnetzwerk sind Geräte wie SmartMeter interessant. Der Wunsch der Konsumenten steigt, Haushaltsgeräte steuern zu können. Da die Produktion von Chips, Rechenleistung, Maschinen und Mechatronik günstiger wird, […]

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