IFA | Mit dem Arm im Netz: Smartwatches

6. September 2014 | by TechFieber.de

IFA | Mit dem Arm im Netz: Smartwatches

Wearables werden als Next Big Thing gehandelt und auf der IFA kräftig in Stellung gebracht. Genau, das sind die kleinen, am Körper tragbaren Geräte mit digitalem Innenleben, die uns den Alltag erleichtern sollen, in dem wir doch so gerne flexibel, mobil und ungebunden sind.

Marktforscher sind sich sicher, dass zum Beispiel Computeruhren ein großes Potenzial haben und einen lukrativen Markt eröffnen. Allein in Deutschland ist nach Erhebungen des Branchenverbands Bitkom mehr als jeder Dritte an einer solchen Smartwatch interessiert, 16 Prozent würden sich laut einer Umfrage auf jeden Fall eine kaufen.

Doch was die Nutzer von einer solchen smarten Uhr tatsächlich erwarten, wie sie aussehen und was sie können müsste, bleibt abzuwarten. Bislang zumindest waren die verfügbare Geräte weit davon entfernt, einen Massenmarkt anzusprechen.

Die Branche befinde sich in einem tiefgreifenden Wandel und es entstehe eine neue mobile Kultur, betonte Samsung-Manager DJ Lee in Berlin. Mit der Gear S stellte das Unternehmen sein neuestes Smartwatch-Modell vor.

Anders als ihre Vorgänger hat sie ein UMTS-Modul integriert und kann sich auch direkt ins WLAN einwählen. Damit macht sie sich unabhängiger vom Smartphone und kann selbstständig verschiedene Funktionen ausüben wie etwa Mails anzeigen. Auch telefonieren kann der Nutzer über seine Uhr.

IFA | Mit dem Arm im Netz: Smartwatches

Auch Sony zeigte mit dem Smartband Talk und der Smartwatch 3 seine neuen Geräte. Das Unternehmen ist bereits seit einigen Jahren im Markt vertreten. Das Smartband Talk bietet in erster Linie Fitness-Funktionen wie Schrittzähler, kann aber auch Anrufe weiterleiten. Das Display ist monochrom und lässt sich mit dem Finger bedienen.

Mit Farbdisplay und Sprachsteuerung ist dagegen die Smartwatch 3 ausgestattet. Die Uhr lässt sich auch als Mediaplayer für Musik nutzen. Im Vergleich mit der Gear von Samsung, die mit einem gebogenen AMOLED-Display aufwartet, wirkt die Sony-Smartwatch etwas klobiger. Und während Samsung inzwischen auf das eigene Betriebssystem Tizen gewechselt ist, nutzt Sony Googles weitverbreitetes Android-System. Asus brachte zur IFA seine ZenWatch mit.

Samsungs Gear S soll im Oktober auf den Markt kommen. Nicht ohne Grund hatte sich Samsung für seine Neuheitenschau auf der IFA aber selbst den Wind aus den Segeln genommen und kündigte das Gerät bereits eine Woche zuvor an. Denn am 9. September könnte auch Apple eine Smartwatch präsentieren.

Samsungs Gear S

Bislang waren entsprechende Branchenerwartungen von dem Unternehmen aus Cupertino zwar immer wieder enttäuscht worden. Doch Apple hat sich bereits den Markennamen iWatch gesichert. Apple traut man zudem zu, das richtige Händchen für eine neue Gerätekategorie wie die Smartwatch zu haben. Schließlich revolutionierte das Unternehmen mit dem iPhone den Smartphone-Markt und brachte mit dem iPad Schwung ins Geschäft mit Tablets.

In Berlin demonstrierte Samsung, wie wichtig es dem südkoreanischen Unternehmen ist, in Sachen Innovationen und Design bei mobilen Geräten die Führungsrolle einzunehmen. Auch mit seinen neuen Smartphone-Modellen sieht sich Samsung an der vordersten Front der Entwicklung, wie DJ Lee betonte. Mit dem Galaxy Note, das sich in Größe und Funktionalität zwischen einem Tablet und einem Smartphone bewegt, habe der Konzern bereits seine Innovationskraft bewiesen.

Samsung habe mit seinen großen Smartphones den Markt tatsächlich wiederholt angeführt, konstatierte Ian Fogg, Analyst bei IHS Technology. Das neue Galaxy Note 4 sei aber nur eine evolutionäre Weiterentwicklung des 2013 vorgestellten Vorgängermodells.

Und: «Apples Schatten hängt über Samsungs Note-Ankündigung», sagte Fogg. Von dem Konzern werden im Herbst deutlich größere iPhones erwartet. Zudem habe Apple in diesem Jahr bislang mehr iPhones als im Jahr zuvor verkauft, auch ohne nur ein Gerät mit größerem Display anzubieten.

IFA | Mit dem Arm im Netz: Smartwatches

Mehr bei TechFieber zum Thema: , ,

Antwort schreiben