Gaming | Der Handschuh wispert: Mir nach, ich kenne den Weg

6. Mai 2014 | by Mathias Rittgerott

Der Handschuh wispert: Mir nach, ich kenne den Weg

Wir kennen ja alle das hübsche Spiel „Topf schlagen“. Heißer, kälter, mit den Kommandos wird man etwas trottelig herum dirigiert, um einen Topf zu finden. Im Hightech-Zeitalter funktioniert dasselbe Prinzip eleganter. Ein Vibrationshandschuh führt zum Ziel beispielsweise zum Joghurtbecher im Supermarkt, zum verlegten Buch oder zum eigenen Auto in einem unübersichtlichen Parkhaus.


Der Prototyp des stinknormalen Handschuhs ist mit Sensoren und Antrieben versehen, die zielgenaues vibrieren einzelner Finger ermöglichen. Diese kleinen Bewegungen reichen aus, dem Träger eine Richtung anzuzeigen, eben wie die Zurufe beim Topfschlagen.  Intuitiv verstehe der Mensch den Wink der Handmaschine, so Forscher Ville Lehtinen.

Hunderten Probanden haben die Entwickler den Handschuh übergestreift und ließen sie Gegenstände suchen. „Die Handschuhträger waren schneller, bis zu dreifach schneller“, sagt Dr. Antti Oulasvirta, der Kopf der Erfinderbande.

Es ist nicht überliefert, ob die Herren Forscher Einkaufen als Stress empfinden. Ewiges Herumirren zwischen den Regalen, verzweifeltes Gucken in Kühlfächer mit hunderten Joghurtsorten – und man soll doch nur ein Pfund Butter mitbringen. Damit soll Schluss sein, meinen die Helsinkier Wissenschaftler des Instituts of Information Technology (HIIT) und ihre Kollegen vom Max Planck Institute for Informatics.

In naher Zukunft sollen Produkte per App mit Smartphones kommunizieren, die wiederum drahtlos den Handschuh aktivieren.

Spätestens unsere Kindeskinder werden nicht mehr erahnen, wie nervenaufreibend handschuhloses Einkaufen einst war.

[via][link] Foto: Gizmag

 

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