Mobile | „Abschaffung von Roaming-Gebühren bringt Preisgefüge ins Rutschen“

3. April 2014 | by TechFieber.de

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Der deutsche Tech-Branchenverband Bitkom hat die Entscheidung des Europäischen Parlaments, bis Dezember 2015 die Roaming-Gebühren, die bei der Handynutzung im europäischen Ausland anfallen, abschaffen zu wollen, scharf kritisiert. Die EU-Parlamentarier würden damit ihre eigenen Ziele konterkarierten, so der Vorwurf.

„Eine Abschaffung der Roaming-Gebühren würde das komplette Preisgefüge in der Mobilkommunikation ins Rutschen bringen und die Verbraucher an anderer Stelle zusätzlich belasten. Die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung würden zwangsläufig steigen“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder am Donnerstag in Berlin.

Von der Abschaffung würden insbesondere Geschäftsleute, die häufig im Ausland sind, profitieren.

„Leidtragende werden die einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen sein, die wenig reisen und derzeit von den niedrigen Gebühren für Inlandsgespräche am stärksten profitieren.“ Die Netzbetreiber seien auf die Erlöse aus dem Roaming dringend angewiesen, um den Netzausbau stemmen zu können, so Rohleder weiter.

„Mit der Abschaffung der Roaming-Gebühren konterkariert man die eigenen Ziele: Man belastet die sozial Schwachen und behindert den Breitbandausbau.“

+ Link: Bitkom | Foto: Sony

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