Mobile | Smartphone-Flaute: HTC stellt sich auf schweres Weihnachtsgeschäft ein

7. Oktober 2013 | by Jochen Siegle

 Mobile | Smartphone-Flaute: HTC stellt sich auf schweres Weihnachtsgeschäft ein

Mächtig düstere Stimmung beim taiwanesischen Smartphone-Spezialisten HTC – und das Trotz Mobile- und Tablet-Booms samt stetig steigender Popularität des Verkaufsschlagers „HTC One“: Der Handy-Bauer HTC muss sich nach seinem ersten Quartalsverlust auf ein weiteres hartes Vierteljahr einstellen –  schrumpfende Marktanteile inklusive.

Die nächsten zwei Monate würden die „größte Herausforderung“ sein, sagte Verwaltungsratschefin Cher Wang heute gegenüber dem US-TV-Sender Bloomberg TV.

HTC hatte im dritten Quartal ein Minus von gut 74 Mio Euro verbucht – dies war der erste Quartalsverlust des Konzerns. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf  1,18 Mrd Euro.

HTC, lange Zeit eine starke Kraft im Smartphone-Geschäft, kämpft schon seit über einem Jahr mit Absatzproblemen. Auch das von hochgelobte Flaggschiff-Modell HTC One konnte den Abwärtstrend nicht aufhalten. Zuletzt engagierte das Unternehmen „Iron Man“-Darsteller Robert Downey Jr. als Werbe-Botschafter, um Kunden anzulocken. „Wir haben wirklich die beste Technologie und das beste Produkt“, beteuerte Cher Wang in dem Bloomberg-TV-Interview. „Wenn wir besser kommunizieren, werden die Verbraucher das erkennen, weil sie spüren, dass unsere Geräte die besten sind.“

Der Anteil von HTC am Smartphone-Markt ist mittlerweile auf knapp drei Prozent gefallen. Das Unternehmen setzt auf das Google-Betriebssystem Android, das zwar im Geschäft mit Computer-Handys dominiert – aber vor allem dem mit Abstand größten Hersteller Samsung die Profite bringt.

Nach Bloomberg-Informationen bot Microsoft HTC bereits an, das Betriebssystem Windows Phone günstiger bekommen zu können.

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