MotorBlog Talks: Connected Cars | Ford: App ins Auto, Hände am Steuer

7. Oktober 2013 | by Mathias Rittgerott

IFA | MotorBlog Talks: Connected Cars | Ford: App ins Auto, Hände am Steuer

„Eyes on the road, hands on the wheel“, Christof Kellerwessel (Foto oben) betont diesen Slogan, wo immer er auftritt, wie zuletzt bei der Konferenz „MotorBlog Talks: Connected Cars“ auf der IFA.

Fords Herr der Kabelbäume in Europa weiß genau, welche Art Apps der Konzern in sein Entertainmentsystem integrieren möchte und welche nicht. Nichts darf den Fahrer ablenkt. Die Integration von Apps ins Auto macht Sinn, damit der Griff zum Smartphone entbehrlich wird.

Generell zeigt sich Ford offenherzig: Der Konzern lädt App-Entwickler ein, ihre Ideen ford-tauglich zu machen. Sync (seit 2007) und Applink (ab 2014) heißen die Willkommensgrüße aus Detroit an die Software-Autoren.

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Ford-Chef-Ingenieur Christof Kellerwessel interviewt von Jochen Siegle und Matthias Becker bei der Konferenz „MotorBlog Talks: Connected Cars“ auf der IF 2013 / Foto: Eric Vazzoler/Zeitenspiegel

Sprachsteuerung spielt eine wichtige Rolle. Technisch ist längst alltagstauglich, Songs per Stimme auszuwählen oder Telefonverbindungen herzustellen und sich Zeitungsartikel vorlesen zu lassen. Für letzteres stellt Ford die App der Tageszeitung „Die Welt“ zur Verfügung. Auch mit TomTom und Hotel.com arbeite man zusammen, berichtete Kellerwessel. Mit Hilfe des ADAC soll zudem die Parkplatzsuche erfolgversprechender sein.

Apps im Fordsystem würden „keinen Cent extra“ kosten, verspricht Kellerwessel. Außerdem sperre Ford niemanden nach dem Motto aus, man habe bereits eine Tageszeitung und einen Musikdienst im Cockpit.
Unsinnig wäre es in Kellerwessels Augen, sollte jeder Hersteller wie mit Scheuklappen eigene Lösungen suchen. Gemeinsame Standards müssten her, meint er. Freilich habe sich noch kein Konkurrenzkonzern mit Ford zusammengetan.

Einen Schwerpunkt von Fords Taten für ein „connected car“ sind Systeme, mit denen Autos untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Fahrzeuge warnen einander vor Glatteis, Ampeln liefern einen Countdown, bis sie auf Rot (bzw. Grün) umschalten und dergleichen.

In Frankfurt sind sechs Autohersteller an einem Feldversuch beteiligt, wie „connected cars“ Unfälle vermeiden können. Sie ließen 120 Autos insgesamt 1,6 Millionen Kilometer fahren. In den USA werden Daten eines Tests ausgewertet, der 2800 Fahrzeuge umfasste.

Ziel sei unfallsfreies Fahren, sagt Kellerwessel. Man arbeite jedoch nicht daran, Fahrer gänzlich auf die Zuschauerränge zu verbannen, indem Autos vollkommen autonom fahren.

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+ Link: Ford.de | Photos: Eric Vazzoler/Zeitenspiegel

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Die MotorBlog-Konferenz „MotorBlog Talks: Connected Cars” fand am 6. September 2013 im TecWatch Forum der IFA statt. Als Sprecher waren Experten von Ford, Daimler/Car2Go, TomTom, Flinc und Spotify eingeladen. Die Konferenz wurde mit freundlicher Unterstützung der Beuth Hochschule für Technik Berlin im Livestream übertragen. Die Aufzeichnung steht hier als Video on Demand zum Abrufen bereit.

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Kommentare (2)

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