Social Media | Facebook sperrt Frauenrechtsorganisation „Femen“ wegen Busenblitzer aus

23. Juni 2013 | by Silvia Kling

 Social Media | Frauenrechtsorganisation

Och diese pseudprüden Facebooker mal wieder – kurzerhand haben die Sozialnetzwerker die Facebook-Seite der jungen Frauenrechtsorganisation Femen ausgeknipst. Wie die deutsche Organisation heute mitteilt, ist die offizielle Facebook-Seite von Femen und die Seite der französischen Ländergruppe abgeschaltet. Der Vorwurf sei, dass die Seiten Pornographie enthalten.

„Dann haltet ihr also Bilder einer weiblichen Brust für Pornographie? Ist das euer Ernst? Facebook, du machst dich damit nur lächerlich“, kommentierte Femen Deutschland ebenfalls via Facebook.

Tatsächlich reicht bei Facebook aber schon „Nacktheit“ aus, um gelöscht zu werden. Auf den Seiten der Feministinnen sind regelmäßig auf Bilder von den spektakulären Oben-ohne-Aktionen zu sehen. Auf der deutschen Facebook-Seite werden dabei aber stets die Brustwarzen unkenntlich gemacht, offensichtlich um den Moralvorstellungen von Facebook entgegen zu kommen.

In den Nutzungsbedingungen von Facebook heißt es dazu: „Du wirst keine Inhalte posten, die: Hassreden enthalten, bedrohlich oder pornografisch sind, zu Gewalt auffordern oder Nacktheit sowie Gewalt enthalten.“

Die Feministinnen haben ein ambivalentes Verhältnis zu dem sozialen Netzwerk: Einerseits widerspricht das „Nacktheits-Verbot“ von Facebook gerade dem Selbstverständnis der Organisation, andererseits gibt Facebook den Frauen die Gelegenheit, ihre Botschaften schnell und unabhängig zu verbreiten.

 

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