E3 | Juhu, Indie-Games leben – trotz Battlefield

14. Juni 2013 | by Mathias Rittgerott

E3 | Juhu, Indie-Games leben - trotz Battlefield

Wie soll Dominique Pampelmousse gegen Zelda gewinnen? Keine Chance, außer bei Freaks, Studenten, Querdenkern, Nonkonformisten und Spielkälber aller Art, die auf Indie-Games stehen. Der Mann mit dem Namen einer Zitrusfrucht ist nämlich auf der Jagd nach einem verschwundenen Pop-Musiker. Deirdra Kiai aka Squinky hat den Schwarz-Weiß-Krimi programmiert und führt ihn bei der Spielmesse E3 in Los Angeles vor.

Freilich ganz am Rande ist sie hinter all den Dickfischen der Branche kaum auszumachen. In ihrer Nische hält die IndieCade, ein Wettbewerb kleiner Spielentwickler, die Fahne der Unabhängigkeit hoch.


 

Beim Bewegungsspiel „Johann Sebastian Joust“ hampeln Spieler durch den Raum und schützen ihre Leuchtschwerter als wären es brennende Kerzen. Ziel des Spiels: Dem Gegner das Licht auspusten. Bei QuickDraw dienen die gleichen Keulen als Colt. Wer zieht schneller? Ulkig, schweißtreibend und von ausgelassenem Gelächter untermalt.

Stumm und als wären sie nicht von dieser Welt starren die Spieler bei „The Recital“ von funkmasonry ins Leere. Gerade sind sie aus einem Traum erwacht und taumeln durch eine 3D-Welt, wobei sie durch Brille und Kopfhörer von der Realität abgeschottet sind. Der Student Julian Kantor hat das Spiel programmiert, mit Kleinstbudget. Abgefahrener geht es kaum.

Beim eher traditionellen Abenteuerspiel „Legend of Dungeon“ sind „schöne Monster im Keller“, im Multiplayer-Modus leben getötete Spieler als Geist weiter. Die Grafik erinnert an Zelda auf einem frühen Gameboy. Wunderbar.

Stifteo versieht kleine Würfel mit Touchscreen und Sensoren und verwandelt sie in Spielsteine. Eines der Games erinnert ältere Semester an den Schulhof, wo derjenige Held war, der einen Groschen näher an eine Hauswand warf als jeder andere.

 

Im Oktober wird es bei der IndieCade ernst: Dann wird das beste Indie-Spiel gekürt. Der Wettbewerb hat zwei Ziele: Die Entwickler wollen in der Branche auf sich aufmerksam machen und bei Spielern bekannt werden.

Trotz kleinem Etat und ohne Werbung wollen die Erfinder Geld mit ihren Spielen verdienen. Wir unterstützen sie hiermit gern!

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